Klimaforschung Wie wäre es mit Sachargumenten?

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Nun kann man zum Anstieg des Meeresspiegels natürlich unterschiedliche Einschätzungen haben - ich selbst habe diese Folge des Klimawandels auch vor wenigen Jahren noch für weniger gravierend gehalten. Doch sollte auch Herr von Storch zubilligen, dass die zahlreichen Forscher, die hier anders denken als er, aus guten fachlichen Gründen zu ihrer Einschätzung gekommen sind. Leider unterstellt von Storch seinen Kollegen häufiger „Alarmismus“ verbunden mit dem Vorwurf, sie würden aus politischen oder finanziellen Motiven Schreckensszenarien verbreiten.

Das sind ad hominem-Attacken, keine Sachargumente. Damit mag man sich selbst als „moderat“ und „besonnen“ positionieren. Aber leider sind die niedrigeren Zahlen eben nicht automatisch die realistischeren. Gerade die neueren Messdaten zu Meeresspiegel oder Eisverlust zeigen, dass die auch damals schon des Alarmismus verdächtigten Forscher die Entwicklung nicht über- sondern unterschätzt haben.

Auf Unterstellung von Motiven kann man in der Regel nicht sinnvoll reagieren. Aber welches Interesse könnten Forscher daran haben, den Klimawandel und seine Risiken zu übertreiben? Damit würde man höchstens seine fachliche Reputation zerstören, also das höchste Gut des Wissenschaftlers. Jedem von uns wäre es wohl lieber, wenn die globale Erwärmung harmlos wäre und man guten Gewissens zum Schnorcheln auf die Seychellen fliegen könnte.

Die Vorstellung eines Kartells ist unrealistisch

Ich erinnere auch daran, dass wir zur Abschätzung der Obergrenze der Klimasensitivität - welche die maximal zu erwartende globale Erwärmung bestimmt - den niedrigsten Wert aller 13 im IPCC-Bericht zitierten Studien beigesteuert haben. Interessanterweise hat uns noch nie jemand deshalb vorgeworfen, wir würden aus politischen Gründen die Klimarisiken verharmlosen. Wir betreiben naturwissenschaftliche Forschung und leiten die Folgerungen aus den Daten ab; dabei spielt politische Neigung weder in die eine noch in die andere Richtung eine Rolle.

Von Storch geht noch weiter und erklärt die Tatsache, dass die meisten seiner Kollegen anderer Meinung sind als er, mit einer regelrechten Verschwörung. Er behauptet, Autoren der Kopenhagen-Diagnose hätten ein „Kartell“ gebildet, „um die eigenen Ansichten gegen andere durchzusetzen. Und das ist in höchstem Maße unwissenschaftlich.“ Doch die Vorstellung eines „Kartells“ halte ich für gänzlich unrealistisch. Dafür ist die Wissenschaft zu frei und pluralistisch, es gibt zahlreiche, unabhängig operierende Fachzeitschriften - auch solche, in denen die eingereichten Manuskripte sofort online zur offenen Diskussion gestellt werden. Und Wissenschaftler lassen sich von niemandem sagen, was sie denken sollen: Letztlich zählen nur gute Sachargumente.

Von Storchs enger Mitarbeiter Eduardo Zorita ist sogar noch weiter gegangen: Auf seiner Homepage und in mehreren Zeitungen fordert er, ich solle vom IPCC ausgeschlossen werden. Der Grund: In den vom CRU-Server kürzlich gestohlenen Mails findet sich auch ein Teil der Korrespondenz zwischen den Autoren des letzten Sachstandsberichts. In einer dieser Mails schlage ich vor, eine als fehlerhaft erkannte Modellsimulation nicht in einer Grafik zu zeigen, sondern sie nur im Text zu erwähnen.

Zu diesem Zeitpunkt war in der Fachliteratur dokumentiert und von den Autoren - Zorita und von Storch - eingestanden, dass die betreffende Simulationsrechnung von einer sogenannten Klimadrift beeinträchtigt war. Dabei handelt es sich um einen Modellfehler, der zu einer unrealistischen Abkühlung vom „mittelalterlichen Klimaoptimum“ in die „kleine Eiszeit“ führte. Aufgabe der IPCC-Autoren ist es, aus der Fülle von zehntausenden Fachpublikationen zum Klima die wichtigsten Arbeiten mit den relevantesten Ergebnissen auszuwählen. Wer dabei seinen Job ordentlich erledigt und die Frage aufwirft, ob eine bekannt fehlerhafte Rechnung auch unter diesen ausgewählten Ergebnissen sein sollte, der soll vom IPCC ausgeschlossen werden?

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5 Kommentare zu "Klimaforschung: Wie wäre es mit Sachargumenten?"

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  • Hallo Mercia, Du hast recht.
    Sachargumente? , ja gerne:
    - der Mensch macht nur 2% vom CO2 Eintrag in die Atmosphäre.
    - den Treibhauseffekt gibst nicht.
    - der Eisbär ist nicht vom Klimawandel gefährdet
    - die thermische Wirksamkeit vom CO2 wird übertrieben
    - nur in Potsdam wird ganz arg warm, in berlin nicht
    - die Datenmanipulation wird vn RA heruntergespielt
    - der Klimawandel ist keine Gefahr.
    - der Mensch ist ein kleines Rad im Klimawandel
    Die Propaganda, ideologie und Dogmas ist erkennbar.
    Gruß Gerhard Schweickhardt

  • Schon mal was von Quanten gehört? insbesondere die Verschränkung, die Kommunikation sowie die Fähigkeit, die Entstehung neuer informationen zu stimulieren und zu speichern, lässt durchaus den Schluss zu, dass das Quantische System mit einer dem Menschen überlegenen intelligenz ausgestattet ist.
    Wenn wir diese Überlegenheit an intelligenz als Fakt und nicht als Fiktion akzeptieren, kann dies nur bedeuten, dass wir alle Vorgänge in der Natur, also auch den Klimawandel, als Teil eines universellen Plans des Quantischen Systems begreifen müssen.
    Unser bisheriges Weltbild berücksichtigt doch nur einen winzigen Teil der kosmischen (einschließlich der irdischen) Zusammenhänge. Wir sind nicht das Maß aller Dinge und unsere „Funktion“ im kosmischen Maßstab ist überaus beschränkt.

  • "30 Jahre Emissionsdaten, 30 Jahre CO2-Konzentration, 150 Jahre globale Temperaturen, 100 Jahre Wetterextreme, 150 Jahre Gletscherdaten, 50 Jahre Massenbilanz und 30 Jahre Abschmelzfläche für Grönland, 60 Jahre arktische Meereisbedeckung, 50 Jahre Antarktistemperaturen, 50 Jahre Ozeantemperaturen, 40 Jahre Meeresspiegel, 2000 Jahre Arktistemperaturen und so weiter."
    Und genau das muß bezweifelt werden, denn um etwas über das "Weltklima" aussagen zu können muss ein Raster von Messpunkten über die ganze Welt verteilt sein. ich möchte sogar bezweifeln, daß ein solcher Messpunktraster vor 10 Jahren schon vorhanden war.
    Und wer kontrolliert die Messpunkte.
    ich wohnte in einer Zeit, als das Waldsterben ein Topthema in den Medien war in der Nähe eines Waldstücks in dem bestimmte bäume als Kontrollbäume gekennzeichnet waren, in der Regel die kränksten und mickrigsten des bestandes. Die 68er beherrschen die Kunst des Tarnen und Täuschens perfekt.

  • "forschung ist die beste medizin",dieser grandiose werbespot der forschenden pharmaindustrie läßt sich immer dann anbringen,wenn irgendetwas in unserer welt unklar ist.
    leider sind wir zu ungeduldig,um der forschung zeit zu lassen.panikmache und übertreibungen sind dann die folge.panikmache und ängste fallen deswegen auf einen fruchtbaren boden,weil angst, evolutionär bedingt,schnell aktiviert werden kann.
    doch,je mehr ich über etwas weiß,desto rationaler und damit angstfreier gehe ich damit um.
    also,forschen,forschen und nochmals forschen.

  • Wer Argumente, belege und informationen über den Klimawandel (und nicht ideologische besserwisserei und lukrativen Alarmismus) sucht, wird sie bei Rahmstorf nicht finden. Er selbst ist Nutznieser der Angstrompeter, derem Einkünfte nur dann gesichert sind, wenn das Märchen vom anthropogenen weiterhin Milliarden an Steuergeldern verschlingen kann.

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