Klimaforschung Wie wäre es mit Sachargumenten?

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Eine Drift wie im Modell von Zorita und von Storch ist ein Fehler bei der Modellierung, der durch falsche Initialisierung des Modells zustande kommt. Diesen Lapsus nicht zu bemerken und die Simulation zu publizieren, obwohl die Ergebnisse stark von dem Erwarteten abweichen, ist erstaunlich. Dass von Storch die inzwischen mehrfach von anderen Forschern bestätigte "Hockeystick"-Rekonstruktion von Mann und Kollegen seinerzeit im Spiegel als „Quatsch“ bezeichnet hat, beruhte übrigens auf dieser fehlerhaften Modellrechnung - und darauf, dass er und Zorita zudem noch die Methodik von Mann und Kollegen falsch implementiert hatten. All dies ist in der Fachliteratur dokumentiert, nachdem unabhängige Forscher trotz aller Vertuschungsversuche der Autoren in mühsamer Kleinarbeit die Fehler rekonstruiert hatten.

Die Vorgeschichte hierzu ist übrigens auch höchst interessant. Sofort nach Publikation der Modellrechnung im Jahr 2004 fiel uns am PIK die oben erwähnte starke Abkühlung auf. So etwas konnte drei Gründe haben: den verwendeten Antrieb (also zum Beispiel die Annahmen über die Veränderungen der Sonnenaktivität), die Klimasensitivität des Modells (wie empfindlich reagiert die Temperatur auf Veränderungen im Strahlungshaushalt) oder eben einen Modellfehler (wie es sich später auch herausstellte).

Sachargumente statt Unterstellungen

Wir baten daher von Storch - wie unter Kollegen üblich - um Übermittlung der Antriebsdaten, damit wir uns ein eigenes Bild machen konnten. Zurück kamen damals aber zunächst keine Daten, sondern die Unterstellung, wir fragten nur aus politischen Motiven an. Ich bin jederzeit bereit, im Sinne der Transparenz unserer aus Steuermitteln finanzierten Forschung die gesamte damalige Korrespondenz zu diesem Thema zu veröffentlichen - von Storchs Einverständnis natürlich vorausgesetzt.

Für unethisch halte ich es hingegen, ohne Zustimmung persönliche Mails anderer Leute zu lesen - oder sie gar wie Zorita und von Storch zur medialen Diskreditierung von Kollegen zu benutzen. Deshalb habe ich keine der nicht für mich bestimmten, vom CRU-Server immerhin durch einen kriminellen Akt beschafften Mails angeschaut. Ich habe aber sofort öffentlich erklärt, dass die nun im Netz einsehbaren, von mir selbst geschriebenen Mails jeder gerne lesen darf - es handelt sich dabei um fachliche Diskussionen, bei denen ich nichts zu verbergen habe.

Fazit: Statt Forscher über die Medien mit Unterstellungen zu diffamieren, sollte von Storch lieber durch Sachargumente und eigene Forschungsarbeiten überzeugen. Wenn ihm unsere Meeresspiegelzahlen nicht gefallen, sollte er eine eigene Abschätzung des globalen Meeresspiegelanstiegs vorlegen. Dann könnte man sachlich darüber diskutieren, was methodisch überzeugender ist.

Stefan Rahmstorf ist Professor für „Physik der Ozeane“ und arbeitet am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) in Potsdam. Rahmstorf gehört zu den Leitautoren des Vierten Sachstandsberichtes des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) der Vereinten Nationen, der im Jahr 2007 veröffentlicht wurde.

Das Interview mit Hans von Storch und Stefan Rahmstorfs Replik erschienen im Original bei spektrumdirekt, der Wissenschaftszeitung im Internet.

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5 Kommentare zu "Klimaforschung: Wie wäre es mit Sachargumenten?"

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  • Hallo Mercia, Du hast recht.
    Sachargumente? , ja gerne:
    - der Mensch macht nur 2% vom CO2 Eintrag in die Atmosphäre.
    - den Treibhauseffekt gibst nicht.
    - der Eisbär ist nicht vom Klimawandel gefährdet
    - die thermische Wirksamkeit vom CO2 wird übertrieben
    - nur in Potsdam wird ganz arg warm, in berlin nicht
    - die Datenmanipulation wird vn RA heruntergespielt
    - der Klimawandel ist keine Gefahr.
    - der Mensch ist ein kleines Rad im Klimawandel
    Die Propaganda, ideologie und Dogmas ist erkennbar.
    Gruß Gerhard Schweickhardt

  • Schon mal was von Quanten gehört? insbesondere die Verschränkung, die Kommunikation sowie die Fähigkeit, die Entstehung neuer informationen zu stimulieren und zu speichern, lässt durchaus den Schluss zu, dass das Quantische System mit einer dem Menschen überlegenen intelligenz ausgestattet ist.
    Wenn wir diese Überlegenheit an intelligenz als Fakt und nicht als Fiktion akzeptieren, kann dies nur bedeuten, dass wir alle Vorgänge in der Natur, also auch den Klimawandel, als Teil eines universellen Plans des Quantischen Systems begreifen müssen.
    Unser bisheriges Weltbild berücksichtigt doch nur einen winzigen Teil der kosmischen (einschließlich der irdischen) Zusammenhänge. Wir sind nicht das Maß aller Dinge und unsere „Funktion“ im kosmischen Maßstab ist überaus beschränkt.

  • "30 Jahre Emissionsdaten, 30 Jahre CO2-Konzentration, 150 Jahre globale Temperaturen, 100 Jahre Wetterextreme, 150 Jahre Gletscherdaten, 50 Jahre Massenbilanz und 30 Jahre Abschmelzfläche für Grönland, 60 Jahre arktische Meereisbedeckung, 50 Jahre Antarktistemperaturen, 50 Jahre Ozeantemperaturen, 40 Jahre Meeresspiegel, 2000 Jahre Arktistemperaturen und so weiter."
    Und genau das muß bezweifelt werden, denn um etwas über das "Weltklima" aussagen zu können muss ein Raster von Messpunkten über die ganze Welt verteilt sein. ich möchte sogar bezweifeln, daß ein solcher Messpunktraster vor 10 Jahren schon vorhanden war.
    Und wer kontrolliert die Messpunkte.
    ich wohnte in einer Zeit, als das Waldsterben ein Topthema in den Medien war in der Nähe eines Waldstücks in dem bestimmte bäume als Kontrollbäume gekennzeichnet waren, in der Regel die kränksten und mickrigsten des bestandes. Die 68er beherrschen die Kunst des Tarnen und Täuschens perfekt.

  • "forschung ist die beste medizin",dieser grandiose werbespot der forschenden pharmaindustrie läßt sich immer dann anbringen,wenn irgendetwas in unserer welt unklar ist.
    leider sind wir zu ungeduldig,um der forschung zeit zu lassen.panikmache und übertreibungen sind dann die folge.panikmache und ängste fallen deswegen auf einen fruchtbaren boden,weil angst, evolutionär bedingt,schnell aktiviert werden kann.
    doch,je mehr ich über etwas weiß,desto rationaler und damit angstfreier gehe ich damit um.
    also,forschen,forschen und nochmals forschen.

  • Wer Argumente, belege und informationen über den Klimawandel (und nicht ideologische besserwisserei und lukrativen Alarmismus) sucht, wird sie bei Rahmstorf nicht finden. Er selbst ist Nutznieser der Angstrompeter, derem Einkünfte nur dann gesichert sind, wenn das Märchen vom anthropogenen weiterhin Milliarden an Steuergeldern verschlingen kann.

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