Klimawandel gefährdet Baumbestand Kein Klima für die Alaska-Zeder

Alaska-Zedern, bekannt für ihr gelbliches Holz, sind geschätzt für ihren kommerziellen und kulturellen Nutzen. Jetzt schlagen Wissenschaftler Alarm: Die Erderwärmung lässt immer mehr dieser Bäume sterben.
2 Kommentare
In den USA wird bereits erwogen, den Baum mit seinem auffallend gelblichen Holz auf die Liste der bedrohten Spezies zu setzen. Quelle: AP
Alaska-Zedern am Ufer des Sheep Lake im US-Bundesstaat Washington

In den USA wird bereits erwogen, den Baum mit seinem auffallend gelblichen Holz auf die Liste der bedrohten Spezies zu setzen.

(Foto: AP)

AnchorageEine Baumart, die in feuchtem Boden von Alaska bis Nordkalifornien gedeiht und wegen ihres kommerziellen und kulturellen Nutzens hoch geschätzt ist, könnte im Laufe der nächsten 50 Jahre dem Klimawandel zum Opfer fallen. Es ist die Nootka-Scheinzypresse, auch als Alaska-Zeder bekannt. In den USA wird bereits erwogen, den Baum mit seinem auffallend gelblichen Holz auf die Liste der bedrohten oder gefährdeten Spezies zu setzen.

Eine im Journal „Gobal Change Biology“ veröffentlichte Studie hat ein verbreitetes Sterben der Baumart beobachtet – und zwar in etwa sieben Prozent der Gebiete, in denen die Alaska-Zeder heimisch ist. Darunter sind auch solche, in denen der Baum besonders häufig vorkommt. Der Grund: Die Wurzeln erfrieren, weil schützende Schneedecken schmelzen und der Boden dadurch kälter wird. Und mit zunehmender Klimaerwärmung, so die Forscher, wird sich das Sterben wahrscheinlich fortsetzen.

Europas verlorene Wälder
Europas verlorene Wälder
1 von 16

Europa hat in den vergangenen 6000 Jahren mehr als die Hälfte seines Waldbestands verloren. Das haben Wissenschaftler der Universität Plymouth anhand von Pollenanalysen festgestellt.

11.000 Jahre Waldgeschichte
2 von 16

Die Forscher nutzten Daten der Europäischen Pollendatenbank von über 1000 Fundstellen, um die Entwicklung des Waldbestands in den vergangenen 11.000 Jahren zu rekonstruieren. Wie sich zeigte, kam es nach der letzten Eiszeit zunächst zu einer Zunahme des Baumbestands, bis Europa schließlich zu 80 Prozent von Wald bedeckt war. (Foto: dpa)

Bäume von Lissabon bis Moskau
3 von 16

„Vor 8000 Jahren hätte ein Eichhörnchen von Baumwipfel zu Baumwipfel schwingend den Weg von Lissabon nach Moskau zurücklegen können, ohne den Boden zu berühren“, so Neil Roberts, Erstautor der Studie in Scientific Reports. Seither hat sich der Waldbestand drastisch verringert – eine Entwicklung, die die Forscher in Zusammenhang mit der Entwicklung der Landwirtschaft bringen.

Nicht nur negativ
4 von 16

Die Forscher sehen den Waldverlust allerdings nicht nur negativ. Durch die Ausdünnung der Wälder seien nämlich andere wertvolle Lebensräume wie etwa Wiesen oder Heidelandschaften entstanden. (Foto: dpa)

Trendwende zu erkennen
5 von 16

Zudem lasse sich zumindest in Europa in jüngster Zeit unter dem Einfluss wachsender Bemühungen um den Naturschutz eine Trendwende hin zu wieder mehr Wald erkennen.

Welche Bedeutung der Wald für Mensch und Tier hat und welche Gefahren ihm drohen, verdeutlichen die folgenden Beispiele. (Foto: dpa)

Herbstwald
6 von 16

Für das Klima, den globalen Wasserkreislauf und die Artenvielfalt sind Wälder von elementarer Bedeutung. Doch weltweit schrumpft der Baumbestand, alle vier Sekunden verschwindet ein Fußballfeld-großes Stück Wald.

Buchenwald im Herbst
7 von 16

Wälder regulieren das Klima. Sie mildern Hitze, Frost, Trockenheit und Stürme ab, produzieren Sauerstoff, reinigen Luft und Wasser.

„Der Mangel an Schnee wird immer weiter zunehmen“, sagt Brian Buma von der University of Alaska Southeast, ein Experte für Wald-Ökosysteme und leitender Autor der Studie. Demnach wird erwartet, dass die Wintertemperaturen bis 2070 in rund 50 Prozent der Gebiete, die derzeit für die Nootka-Scheinzypresse geeignet sind, ansteigen und Schnee zunehmend in Regen übergeht. Der Bestand dieser Baumart geht nach Angaben der US-Forstbehörde etwa seit 1880 zurück, und ihre Verwundbarkeit gilt als eine der am besten dokumentierten Beispiele für die Auswirkungen des Klimawandels auf eine Waldbaumart.

Die Alaska-Zedern zählen – trotz ihres „zweiten“ Namens – nicht zu den Zedern, die der Kiefern-Familie angehören, sondern sind eine Zypressenart. Sie können gut 60 Meter hoch und mehr als 1200 Jahre alt werden.

Die einheimischen Völker der Tlingit, Haida und Tsimshian verwendeten das Holz für Kanu-Paddel, Werkzeuggriffe und Totempfähle. Längliche Streifen Borke eignen sich zum Flechten von Körben und Matten. Sie lassen sich von lebenden Bäumen ablösen, ohne ihren Tod zu verursachen oder ihr Wachstum zu beeinträchtigen.

Die langsam wachsenden Bäume fanden historisch in der Nähe von Sümpfen einen Lebensraum, weil der Boden dort für andere Baumarten ungeeignet war. „An anderen Orten wird sie (die Alaska-Zeder) generell von schnell wachsenden Fichten oder von Hemlocktannen ausgebootet, die auch in weniger Licht wachsen können“, sagt Buma.

„Das ist aberwitzig“
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen

2 Kommentare zu "Klimawandel gefährdet Baumbestand: Kein Klima für die Alaska-Zeder"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Herr Mark Hoffmann11.01.2017, 15:09 Uhr
    Es langt schon, wenn wir mit der Grün-Sozialistischen Merkel wieder in einen grün-linken"Nazi-Deutschland" wieder angekommen sind.

    Herr Peter Spiegel11.01.2017, 16:13 Uhr
    Obama hat in Nazi-Deutschland Asyl beantragt. Kim Jong-un hat es genehmigt.

    Herr Peter Spiegel11.01.2017, 16:34 Uhr
    Nazi-Krankenkasse plant Lager für adipöse Menschen in Nord-Korea.

  • Herr Mark Hoffmann11.01.2017, 15:09 Uhr
    Es langt schon, wenn wir mit der Grün-Sozialistischen Merkel wieder in einen grün-linken"Nazi-Deutschland" wieder angekommen sind.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%