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Klimawandel Grönlands Gletscherseen beschleunigen Eisschmelze

Der Zustand von Grönlands Eismassen gilt als wichtiger Faktor bei der Vorhersage, wie stark der Meeresspiegel in Zukunft ansteigen könnte. Jetzt sind Klimaforscher einer beunruhigenden Entwicklung auf die Spur gekommen.
16.12.2014 - 11:18 Uhr Kommentieren
Grönlands Gletscher schmelzen unter dem Einfluss des Klimawandels offenbar noch schneller als bislang vermutet. Quelle: dpa

Grönlands Gletscher schmelzen unter dem Einfluss des Klimawandels offenbar noch schneller als bislang vermutet.

(Foto: dpa)

Miami Die Bildung neuer Seen in Grönland durch den Klimawandel droht die Gletscher noch schneller schmelzen und den Meeresspiegel weiter ansteigen zu lassen. Die von sogenannten supraglazialen Seen bedeckte Fläche der arktischen Insel könnte sich bis zum Jahr 2060 verdoppeln, heißt es in einer aktuell in der Fachzeitschrift „Nature Climate Change“ veröffentlichten Untersuchung.

Supraglaziale Seen entstehen, wenn sich Schmelzwasser in Gletschersenken sammelt. Bislang hatten Wissenschaftler angenommen, dass die Auswirkungen dieser Wasserflächen eher gering seien. Die Studie von Forschern der Universität im britischen Leeds warnt nun aber davor, dass sich die Gletscherschmelze durch sie spürbar beschleunigen könnte.

Kaum noch altes Eis am Nordpol
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Rund um den Nordpol gibt es fast kein mehrere Jahre altes Eis mehr. Das hat die jüngste Arktis-Expedition des Forschungseisbrechers „Polarstern“ gezeigt, der am Donnerstag in seinen Heimathafen Bremerhaven zurückgekehrt ist.

(Foto: © Ingo ArndtAWI)
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Zum dritten Mal in seiner 30-jährigen Geschichte hatte das Flaggschiff des Alfred-Wegener-Institutes für Polar- und Meeresforschung (AWI) den Nordpol überquert.

(Foto: Mario HoppmannAWI)
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Auf dem Weg sei das Schiff durch so dünnes Eis wie nie zuvor gefahren, sagte Kapitän Stefan Schwarze, der schon bei den Fahrten 1991 und 2001 dabei war. „Damals war es harte Arbeit, sich durchs Eis zu kämpfen. Jetzt konnten wir zügig fahren.“

(Foto: Mario HoppmannAWI)
Eisdickenmessung Ice thickness measurementsPolarstern
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Bei ihren Eisdickemessungen entlang einer rund 2500 Kilometer langen Linie fanden die Meeresphysiker des AWI überwiegend nur 90 Zentimeter dickes Eis, wie es sich während eines arktischen Winters auf der Meeresoberfläche bildet.

(Foto: © Stefan HendricksAWI)
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Lediglich vor dem Kanadischen Archipel und in der Nähe der nordsibirischen Inselgruppe entdeckten die Forscher noch größere Mengen mehrjährigen Eises, das zwischen zwei und fünf Metern dick ist.

(Foto: Oliver ZenkAWI)
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Nach Einschätzung der AWI-Forscher schmilzt das Eis schneller als in den bisherigen Prognosen zu den Folgen des Klimawandels vorhergesagt. Spätestens bis Mitte dieses Jahrhunderts werde das mehrjährige Eis vollständig verschwunden sein.

(Foto: Mario HoppmannAWI)
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In diesem Sommer hat die Eisschmelze im Arktischen Ozean die Ausmaße des Rekordminimums von 2007 erreicht. Vor vier Jahren habe sich aber Ende September beispielsweise auf der Laptewsee wieder erstes Eis gebildet, sagte die Leiterin der Expedition, Ursula Schauer. „Dieses Mal war von Eisbildung weit und breit nichts zu sehen.“

(Foto: Stefan HendricksAWI)

Die supraglazialen Seen würden mehr Sonnenlicht anziehen und Sickerwasser abgeben, wodurch das umliegende Eis immer weiter zurückgehe, schreiben die Forscher. Sie stützten ihre Erkenntnisse unter anderem auf Satellitendaten, anhand derer sie die Bildung neuer Wasserflächen auf Grönland prognostizieren.

Seit den 70er Jahren hat sich die Schmelzzone auf der Insel langsam von den Küsten ins Landesinnere ausgedehnt. Derzeit sei der mit supraglazialen Seen bedeckte Küstenstreifen 56 Kilometer breit, bis 2060 werde sich diese Zone auf bis zu 110 Kilometer verbreitern.

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    Das Abschmelzen der grönländischen Gletscher gilt als ein wichtiger Faktor bei der Berechnung des Anstiegs der Ozeane durch den Klimawandel. Bis zum Jahr 2100 könnte Schmelzwasser aus Grönland den Meeresspiegel um bis zu 22 Zentimeter heben, schätzen Klimaforscher.

    Talk: Wie lässt sich Klimaschutz verwirklichen?

    • afp
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