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Kohlendioxid Algen bekämpfen Klimakiller

Ein Mittel gegen den Klimakiller Kohlendioxid: Forscher wollen das Treibhausgas in großem Stil in Algen speichern. Die Wasserpflanzen brauchen das Gas zum Wachsen. Mit der Biomasse könnte einmal Kraftstoff hergestellt werden - wenn es gelingt, die Kosten zu senken.
  • Anke Müller
Algen filtern Kohlendioxid. Quelle: Archiv Quelle: dpa

Algen filtern Kohlendioxid. Quelle: Archiv

(Foto: dpa)

LEIPZIG. Gegen den Klimakiller Kohlendioxid scheint ein Kraut gewachsen zu sein: Algen. Forscher wollen in den Wasserpflanzen nun in großem Stil CO2 speichern und gleichzeitig wertvolle Biomasse gewinnen. Für Martin Kerner, Geschäftsführer des Beratungsunternehmens SSC Strategic Science Consult in Hamburg, ist das längst keine Zukunftsvision mehr: „Das ist nur noch eine Frage der Technik.“

Weltweit arbeiten Wissenschaftler daran, Pflanzen nutzbar zu machen, um Kohlendioxid aus der Atmosphäre zu entfernen. Algen sind für solche Projekte besonders interessant: „Was den Biomassezuwachs betrifft, übertreffen sie selbst die ertragreichsten landwirtschaftlich genutzten Pflanzen locker um den Faktor zehn“, sagt Kerner. Zum Wachsen brauchen sie Kohlendioxid, besonders gern aus Rauchgasen. Denn diese enthalten zusätzlich auch Schwefel- und Stickstoffverbindungen. Dadurch gedeihen Algen noch schneller – und werden so zum Mittel gegen den Klimawandel.

Doch es gibt ein grundlegendes Problem, das den Einsatz von Algenkulturen momentan noch auf wenige Marktnischen beschränkt. „Es ist derzeit nicht möglich, im großen Maßstab wirtschaftlich Algen zu produzieren“, sagt Kerner. „Die Erträge bewegen sich im Kilogrammbereich und die vorhandene Technik ist viel zu teuer.“ Die Frage laute: Wie lassen sich die Kosten reduzieren?

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