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Lästige Blutsauger Gegen Mücken helfen nur noch mehr Mücken

Mücken sind die Plagegeister des Sommers. Was hilft gegen die lästigen Blutsauger? Warum stechen sie manche Menschen häufiger als andere? Und kann man sie nicht einfach ausrotten? Alles über Mücken.
02.08.2016 - 10:19 Uhr
Das Dreifache ihres Körpergewichts können Mücken in Form von Blut aufnehmen. Quelle: dpa
Mückenschwarm

Das Dreifache ihres Körpergewichts können Mücken in Form von Blut aufnehmen.

(Foto: dpa)

Heidelberg In Südwestdeutschland tobt ein stiller Kleinkrieg: Auf nassen Äckern und in überschwemmten Auen spähen Fachleute nach Mückenlarven. Überschreitet ihre Zahl einen gewissen Wert, versprühen sie dort Pestizide. Doch das kann die aktuelle Mückenschwemme bestenfalls ein wenig eindämmen.

Die derzeitigen Bedingungen sind optimal für die stechenden Plagegeister: Der viele Regen der vergangenen Monate flutete nicht nur Flussauen, sondern verwandelte auch landwirtschaftliche Flächen in Seenlandschaften. Für Stechmücken, die ihre Eier in Gewässern ablegen, ein wahres Paradies. Die schwülwarmen Temperaturen tun den Tieren ebenfalls gut – und zusätzlich bringen sie Menschen dazu, nachts die Türen und Fenster zu öffnen. Das Mahl ist angerichtet.

Das Dreifache ihres Körpergewichts können Mücken in Form von Blut aufnehmen. Bei den meisten Mücken ist diese Spezialkost ausschließlich für den Nachwuchs vorgesehen – sie selbst sind meist Vegetarier, die Männchen sowieso. Die Entwicklung der Eier verbraucht jedoch Eisen und Proteine, die in normaler Pflanzenkost nur in geringen Mengen enthalten sind.

Sich gegen die Stiche der Weibchen zu wappnen, ist schwierig: Die Plagegeister finden uns, egal was wir tun, ganz besonders wenn wir schlafen. Die meisten Versuche, die Tiere abzuschrecken oder sie zu verwirren, indem man ihre Rezeptoren stört, haben bisher keinen Erfolg gebracht, mit Ausnahme des Wirkstoffes Diethyltoluamid (DEET), der für uns Menschen zwar nur schwach riecht, dafür aber Insekten für einige Stunden fernhält.

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    Leider greift der Stoff nicht allein Kunststoffe an, sondern kann auch Ausschlag und allergische Reaktionen auslösen. Sein Wirkmechanismus ist ebenfalls noch nicht vollständig bekannt.

    Mücken meiden helles Licht

    Der bekannteste Rat, den Mückenstress mit weniger Aufwand zu reduzieren, ist übrigens falsch: Abends das Licht im Zimmer auszumachen, lockt Mücken sogar eher an. Die Tiere meiden helles Licht und orientieren sich lieber an Gerüchen. Jene Insekten, die um Lampen herumschwirren, stechen dagegen nicht.

    Tatsächlich hilfreich sind Kleidungsstücke, die möglichst viel Haut bedecken. Vor allem aber sollte man sich öfter gründlich waschen – die Mücken fliegen auf Körpergeruch.

    Wärme spielt ebenfalls eine Rolle bei der Futtersuche der Mücken, deswegen bringt es zumindest kurzfristig Erleichterung, sich kalt abzubrausen. Eine Lowtech-Variante dagegen wird sich hier vermutlich nicht durchsetzen: Ein lebendes Huhn, in einem Käfig über dem Bett aufgehängt, scheint Malariamücken zu vertreiben.

    Krankheitsgefahr durch Einwanderer
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