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Luftverschmutzung bekämpfen Mit dem Nassstaubsauger gegen miese Stadtluft

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Filterasphalt und Feinstaubfresser
Das Neckartor in Stuttgart gilt als die am stärksten belastete Straße in Deutschland. Quelle: imago/Arnulf Hettrich
Proteste gegen Luftverschmutzung in Stuttgart

Das Neckartor in Stuttgart gilt als die am stärksten belastete Straße in Deutschland.

(Foto: imago/Arnulf Hettrich)

Feinstaubfresser

Jede Menge schwäbische Tüftelei steckt auch im „Feinstaubfresser“, der seit einiger Zeit durch Stuttgart kurvt. Ein Filterspezialist aus dem nahen Ludwigsburg hat seine Ideen gegen die Kleinstpartikel auf die Straße gebracht. Auf dem Dach sitzt ein dicker Feinstaubfilter, auch die Luft im Innenraum wird besonders gefiltert.

Zum Einsatz kommt auch ein Bremsstaubfilter. Denn Feinstaub stammt nicht nur aus dem Auspuff, sondern auch von Bremsen- oder Reifenabrieb.

Filterasphalt

Auch Steinplatten sollen in der Lage sein, die Luft zu reinigen. Auf dem Kronprinzplatz nahe der Stuttgarter Einkaufsmeile Königstraße wurden beschichtete Platten verlegt, die angeblich Stickoxide binden, wie die Stadt mitteilte. Die Platten halten die Luftschadstoffe so lange fest, bis der nächste Regen sie in die Kanalisation schwemmt.

Ob das aber vor Ort funktioniert, steht in den Sternen. Bottrop zumindest ist nach einem Modellversuch überzeugt, dass es geht. Beschichtete Platten sind laut Stadt Stuttgart acht Euro teurer als normale Platten. Auch Fassadenfarben sollen gesundheitsschädliche Stickoxide durch Sonneneinstrahlung in unschädliche Nitrate verwandeln können.

Feinstaubalarm

Auch eine Erfindung aus Stuttgart. Als einzige Stadt in Deutschland weist die Schwabenmetropole die Bevölkerung auf allen Kanälen auf drohende Überschreitungen von Luftschadstoffen hin.

Auch in dieser Woche sind die Autofahrer zum freiwilligen Umstieg auf Busse und Bahnen aufgerufen. Und Komfortkamine, die allein der Gemütlichkeit dienen, müssen aus bleiben. Die Wirkung für die Schadstoffreduzierung ist umstritten, das Bewusstsein schärft es aber vielleicht.

  • dpa
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2 Kommentare zu "Luftverschmutzung bekämpfen: Mit dem Nassstaubsauger gegen miese Stadtluft"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Es geht nicht um die Reduzierung von Verkehr, sondern um die Reduzierung des Autoverkehrs!
    Es ist schon immer wieder merkwürdig, wie sehr viele Verkehr mit dem nicht stadtverträglichen Autoverkehr gleichsetzen. Als gebe es nur das Auto um sich fortzubewegen.
    Trotz Nassstaubsauger bleibt in der Stadt der störende ruhende und fahrende Autoverkehr, der wie viele Städte (Dresden, Wien, Zürich, Kopenhagen und viele holländische Städte) zeigen, durchaus ersetzt werden kann. Unter dem vielen unnötigen Autoverkehr leiden auch diejenigen Autofahrer, die unbedingt in der Stadt fahren müssen, wie Handwerker, Lieferdienste und Pflegedienste.
    Hinzu kommt, dass der stadtverträgliche Verkehr (Radfahrer, Fußgänger und ÖPNV) sehr unter dem überflüssigen Autoverkehr leiden.

  • Das wird funktionieren.
    Ich wische den Boden meines Klos auch immer feucht auf...und danach riecht es besser.

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