Meeresforschung Mit Super-Korallen dem Klimawandel trotzen

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Kampf gegen die Zeit
Im Labor kreuzen die Wissenschaftler Arten, die sich als besonders robust erwiesen haben. Die jungen Korallen werden dann im Meer ausgesetzt. Quelle: ap
Super-Koralle gesucht

Im Labor kreuzen die Wissenschaftler Arten, die sich als besonders robust erwiesen haben. Die jungen Korallen werden dann im Meer ausgesetzt.

(Foto: ap)

Es ist bereits das zweite Jahr mit extremer Korallenbleiche vor der Inselgruppe. Wissenschaftler erklären, die höheren Meerestemperaturen, die Auswirkungen des Wetterphänomens El Niño und die Versauerung der Meere hätten schon rund 30 Prozent der weltweiten Korallenpopulation verenden lassen.

Beim Versuch gegenzusteuern stehen Gates und ihr Team vor Herausforderungen. Zunächst einmal ist gar nicht sicher, dass sich eine erfolgreiche Arbeit mit den Korallen in größerem Maßstab wiederholen lässt. Und dann ist da noch der Faktor Zeit: Können sie ihr Projekt überhaupt rasch genug ausweiten, bevor ein Großteil der Korallenriffe dieser Erde verschwunden ist?

Spektakuläre Reisen in die Tiefen der Meere
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Bora Bora, Französisch Polynesien
Da die Hauptinsel Bora Bora nahezu komplett von einer Lagune umgeben ist, können sich Unterwasserfreunde auf ein ungestörtes Revier freuen. Besonders beliebt sind Tauchgänge zu Manta-Rochen, denn die größten ihrer Art weltweit sind dort beheimatet. Daneben lassen sich Delfine, verschiedene Haiarten sowie Buckelwale sehen. All diese Reiseziele eignen sich nach Nutzerangaben der Website TripAdvisor besonders gut zum Tauchen und Schnorcheln. „Es ist wie ein Unterwasser ‚Grand Canyon‘: einfach herrlich!“, schwärmt ein Reisender über Bora Bora.

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Rarotonga, Cook Islands
Wal- oder Hammerhai-Begegnungen sind auf der größten der Cook Islands keine Seltenheit. Durch die Bodenbeschaffenheit des Riffes um Rarotonga ist es möglich, Multilevel-Tauchgänge zu unternehmen. Die Sichtweise liegt durchschnittlich bei 20 bis 30 Metern. „Wir sahen Adlerrochen, Haie und zahlreiche Schildkröten“, so eine Bewertung auf TripAdvisor.

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Pemuteran, Indonesien
Dieser kleine Ort im Nordosten von Bali gilt immer noch als Insidertipp unter den Bali-Urlaubern. Bei Tauchern dagegen ist Pemuteran weltweit bekannt – vor allem durch die vorgelagerte Insel Mejangan.

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Mauritius
Fast um die ganze Insel, die etwa 900 Kilometer östlich von Madagaskar liegt, verläuft ein Korallenriff. Daher eignen sich die rund 40 Tauch Spots von zehn bis 30 Meter Tiefe sowohl für Anfänger als auch für Profis. Von farbenprächtigen Fischen bis hin zu Grotten und alten Wracks wird Tauchern und Schnorchlern einiges geboten.

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Sansibar, Tansania
Der halbautonome Inselstaat birgt eine faszinierende Unterwasserwelt mit zahlreichen unberührten Riffen mit Barrakudas, Meeresschildkröten und tropischen Riff-Fischen.

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Bei einer Sicht bis zu 30 Metern lassen sich gigantische Farn- und Brain-Korallen, Skorpionfische und Seepferdchen entdecken. Besonders zeichnet sich das Tauchparadies durch seine einsamen Strände und Tauchreviere aus.

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Port Vila, Vanuatu
Es heißt, dass auf Vanuatu die glücklichsten Menschen leben sollen. Auf alle Fälle zählt das melanesische Archipel zu den unkonventionelleren Pazifikinseln und bietet Unterwasserfreunden abenteuerliche Tauchreviere.

Das hängt von den Bemühungen der Forscher und der Finanzierung ihrer Arbeit ab, erklärt Tom Oliver, der zuständige Abteilungsleiter bei der NOAA. „Die Frage ist nicht, ob sie es können, sondern ob sie es schnell genug können“, sagt er. Die Korallen zu züchten und auszusetzen kostet Zeit und damit Geld. Andere Projekte zur Rettung von Korallen hätten damit oft Probleme.

Gates und ihre australische Kollegin Madeleine van Oppen erhielten 2013 von der Stiftung des Microsoft-Mitbegründers Paul Allen zunächst 10.000 Dollar (9200 Euro) für ihre Forschung. Im vergangenen Juni finanzierte die Stiftung das Projekt mit weiteren vier Millionen Dollar.

Ziel sei es, den Korallen dabei zu helfen, die globale Erwärmung zu überstehen, erklärt Gates. Gleichzeitig sei es jedoch notwendig, die Abhängigkeit des Menschen von fossilen Brennstoffen zu beenden und den Ausstoß klimaschädlicher Gase zu senken.

„Auch wenn wir heute alle Treibhausgasemissionen stoppen würden, dann bleibt da immer noch eine Verzögerung in der Atmosphäre, wo der Klimawandel wahrscheinlich noch 100 Jahre weitergeht“, sagt van Oppen. „Es ist schwer vorstellbar, dass es nicht schlimmer wird.“

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