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Monster-Gasleck in Kalifornien 100.000 Tonnen Methan ausgeströmt

Weltweit wird ein Zehntel des jährlich benötigten Gasvorrats in unterirdischen Speichern gelagert. Was passieren kann, wenn eines dieser Lager undicht wird, hat jetzt ein Fall in Kalifornien aufgezeigt.
Geräumte Häuser in Porter Ranch, einem Vorort im Norden von Los Angeles. Das Gas strömte aus einem Speicher in dem Berg im Hintergrund des Bildes. Quelle: dpa
Monster-Gasleck

Geräumte Häuser in Porter Ranch, einem Vorort im Norden von Los Angeles. Das Gas strömte aus einem Speicher in dem Berg im Hintergrund des Bildes.

(Foto: dpa)

Los Angeles Ein riesiges Gasleck in Kalifornien hat rund 100.000 Tonnen Methan in die Luft gepustet. Deren Treibhausgaseffekt entspreche dem von mehr als einer halbe Million Pkw in den USA innerhalb eines Jahres, berichten US-Forscher in der jüngsten Ausgabe des Fachjournals Science. Durch das Leck eines unterirdischen Erdgasspeichers im Norden von Los Angeles strömten seit Oktober 112 Tage lang vor allem das starke Treibhausgas Methan.

Solch ein einzelnes Unglück bei der Erdgasförderung zeige, wie schnell lokale und nationale Klimaschutz-Strategien gefährdet werden könnten, schreiben die Forscher. Weltweit wird ein Zehntel des jährlich benötigten Gasvorrats in derartigen unterirdischen Speichern gelagert.

Das Team um Stephen Conley (University of California, Davis) wertete für seine Studie die Daten von 13 wissenschaftlichen Messflügen zwischen 7. November und 13. Februar aus. Am 11. Februar konnte das Leck in dem zum Aliso Canyon führenden Speicherschacht nach mehr als dreieinhalb Monaten Gasausstoß gestopft werden.

Im Januar war in Porter Ranch, einem Vorort im Norden von Los Angeles, der Notstand ausgerufen worden. Rund 11.000 Anwohner waren umgesiedelt worden, viele litten an Übelkeit, Nasenbluten, oder Kopfschmerzen.

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