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Neue Technologie Spanische Kraftwerke kombinieren Gas und Sonne

Um die Unwägbarkeiten grüner Energien ausgleichen zu können, verbinden immer mehr Anlagenbauer fossile und erneuerbare Energie. Dabei wächst der Solarthermie eine neue Rolle zu. Vorreiter sind einmal nicht die Deutschen.
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Das Gas- und Dampfturbinenkraftwerk Irsching 5 ist nicht mit Sonnenenergie gekoppelt. Quelle: dpa

Das Gas- und Dampfturbinenkraftwerk Irsching 5 ist nicht mit Sonnenenergie gekoppelt.

(Foto: dpa)

DortmundDie Entwicklung von effizienteren, umweltfreundlicheren Kraftwerken ist das Ziel weltweiter Forschung. Zu den neuesten Errungenschaften zählt ein Gas-und-Dampfturbinen- Kraftwerk (GuD) mit 530 Megawatt (MW) Leistung, das dank zusätzlicher Abwärmenutzung und integrierter Solartechnik mehr Wasserdampf für die Stromproduktion bereitstellt. Dadurch steigt der Wirkungsgrad gegenüber derzeit gängigen GuD-Anlagen um sieben Prozentpunkte auf 65 Prozent.

Entwickelt hat die sogenannte „Flex Efficiency 50“-Anlage der US-Konzern GE Energy. Die Solartechnik liefert der kalifornische Solarkraftwerksbauer Esolar, an dem GE Energy beteiligt ist. Das Hybridkraftwerk kombiniert die GuD-Anlage mit einem Feld aus Hunderten Spiegeln, die Sonnenlicht auf einen Röhrenabsorber am oberen Ende eines Turms richten. Dort entsteht heißer Dampf, der für eine bessere Brennstoffausnutzung in den Wasser-Dampf-Kreislauf des Kraftwerks eingespeist wird.

Die Pioniere bauen in Spanien

Die neue Technik kann eine wichtige Rolle beim Umbau der Energiesysteme spielen. Klimaauflagen verpflichten Energieversorger in vielen Ländern, ihren Ökostromanteil zu erhöhen. Daher investieren sie in erneuerbare Energien oder Techniken wie das Hybridkraftwerk. „Es kann gegenüber herkömmlichen Kombikraftwerken jährlich bis zu 20 Millionen Kubikmeter Erdgas und 50000 Tonnen Kohlendioxid-Emissionen einsparen“, sagt Marcus Scholz, Leiter Kombikraftwerke bei GE Energy.

Das Besondere am Hybridkraftwerk ist, dass der Solarteil Speichertechnik integrieren kann. Bisher schwankt die Energieerzeugung von Solarkraftwerken je nach Wetter, und der produzierte Strom lässt sich kaum zwischenspeichern.

Nicht so bei der Concentrated-Solar-Power-Technik (CSP): Sie speichert überschüssige Wärme in flüssigem Salz in großen Tanks und kann damit nach Bedarf Strom erzeugen. So kann die Solarthermie helfen, Lücken in der Photovoltaik- und Windstromerzeugung zu schließen. Das erste kommerzielles Hybridkraftwerk von GE Energy soll 2015 in der Türkei in Betrieb gehen.

Noch gefragter, um Solarenergie in die Energieversorgung einzubinden, sind allein stehende CSP-Anlagen, die ganz ohne fossile Brennstoffe auskommen – ihnen genügt die Sonne. Laut dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), das CSP-Systeme erforscht, soll die weltweit installierte Leistung dieser Kraftwerke von heute rund zwei MW bis 2020 auf 35000 MW wachsen.

Ein Erfolg der Spanier könnte einen Boom auslösen
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