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Nicaraguakanal Megaprojekt im Stillstand

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Unsichere Finanzierung

Umstrittenes Jahrhundertprojekt

Unsicher ist zudem nach wie vor die Finanzierung des Megabaus. Der Bau des Kanals soll 50 Milliarden US-Dollar (derzeit 45,7 Mrd Euro) kosten. Bislang sollen Anleger aber erst etwa 600 Millionen US-Dollar zugesagt haben. Zumindest offiziell ist die chinesische Regierung nicht an dem Projekt beteiligt.

Hinzu kommt, dass HKND-Chef Wang Jing bei den jüngsten Turbulenzen an den chinesischen Börsen offenbar viel Geld verloren hat. Nach Recherchen der Nachrichtenagentur Bloomberg schrumpfte sein Vermögen von 10,2 Milliarden US-Dollar auf zuletzt 1,1 Milliarden Dollar. Solange die Einzelheiten des Projekts noch unklar sind, dürfte es zudem schwer sein, weitere Investoren ins Boot zu holen.

Trotzdem halten HKND und die nicaraguanische Regierung an dem Projekt fest. Derzeit werden ergänzende Studien beispielsweise zu den Folgen für die archäologischen Funde in der Region gemacht. Außerdem muss geklärt werden, wie die rund 30.000 Menschen entschädigt werden, die beim Bau des Kanals ihre Heimatorte verlassen müssten.

Zuletzt kündigte HKND an, die ersten Bauarbeiten würden nun bald aufgenommen. Ende 2016 sollen dann die großen Aushubarbeiten und der Bau der Schleusenkammern beginnen. Die Firma rechnet mit einer Fertigstellung innerhalb von fünf Jahren.

  • dpa
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