Ökostrom Gasnetz als Energieparkplatz

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Neue Technologien könnten schon im Jahr 2013 verfügbar sein

Zukunfts-Sprit: elektrisches Benzin

Eine wichtige Rolle könnten künftig Brennstoffzellen spielen: Sie wandeln Gas in Strom und Wärme um. Derzeit testen Versorger wie Eon Ruhrgas und EnBW mit Heizgeräteherstellern wie Vaillant und Baxi Innotech in einem der weltweit größten Praxistests dieser Art mehr als 200 Brennstoffzellen in Gebäuden. Der von der Bundesregierung mitfinanzierte Feldversuch heißt „Callux“. Die Geräte sollen bis zu 90 Prozent der verwendeten Energie in Strom oder Wärme umwandeln – ein hoher Wirkungsgrad. Dabei entstehen weniger klimaschädliche Gase als bei anderen Kraft-Wärme-Kopplern, etwa Verbrennungsmotoren.

Möglich ist, Flauten auszugleichen, die die Windstromproduktion drosseln. Betreiber können ihre Brennstoffzelle individuell anschalten. Dann produzieren sie mit Hilfe von Gas sogar so viel Strom, dass dieser ins Netz gespeist werden kann. Einem Callux-Sprecher zufolge soll die Technik zwischen 2013 und 2015 marktfähig sein.

Als Energieträger kommt auch Windgas infrage. Mit überschüssigem Windstrom wird durch Elektrolyse aus Wasser Wasserstoff. Dieser kann ins Gasnetz eingespeist werden. Jedoch ist das wegen technischer Beschränkungen nur bis zu einer Grenze von fünf Prozent erlaubt. Die andere Möglichkeit ist die Mischung des Wasserstoffs mit Kohlendioxid. Das entstehende Methan kann zu 100 Prozent ins Gasnetz geleitet und zur Stromerzeugung verwendet werden.

Vergangenen Oktober startete Vattenfall mit dem Öl- und Gaskonzern Total und Kraftwerksbetreiber Enertrag ein erstes Kraftwerk mit dieser Technik in Brandenburg. Eon will nächstes Jahr in Brandenburg eine Anlage starten, ebenso Audi: Das Kraftwerk soll den Treibstoff für das neue Gas-Auto des Herstellers liefern.

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5 Kommentare zu "Ökostrom: Gasnetz als Energieparkplatz"

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  • NORGE
    Wenn das Wirtschafsministerium nicht die Einfuhr von norwegischem Wasserkraftstrom blockieren würde, könnte man Energieengpässe fast vergessen.

  • Denkmal..Abseits der Oekoreligion sind die geringen Mengen an toxischen/radiotoxischen Abfälle sicherlich ein wesentlicher Vorteil der Kernenergie.

    Bis Anfang des Jahrtausends hat man den abgebrannten Kernbrennstoff wiederaufbereitet (recycled) und wiederum als Kernbrennstoff genutzt. Das Verbot der Wiederaufbereitung war einer der ersten Schritte des BMU Trittin, damit die Wiederaufbereitung der Legende der "Ungelösten Endlagerfrage" nicht im Wege steht.

    Analog der teils problematischeren chemotoxischen Abfälle kann man radiotoxische Abfälle deponieren. Es bieten sich Tiefenlager an die die Abfälle für geologische Zeiträume von der Biosphäre fern halten. In D bieten sich Salzstöcke wie Herfa Neurode für chemotoxische Abfälle an. In D hatte man das technisch vorbildliche Asse genutzt. Dieses Lager dient als Vorbild für die WIPP Anlage in den USA und eigentlich auch für Gorleben. Diese Sicht mag nicht im Einklang mit der Oekopropaganda der Medien und der teilweise von berufsfremden Oekologen besetzten Atomaufsicht sein, wird jedoch von Fachleuten im In- und Ausland kaum bestritten.

    Hinsichtlich der Aussage, dass gerade die sehr umweltschädlichen Windmühlen und Solarzellen gem. einer BMU Studie Umweltkosten sparen, gehe ich ohne die Studien gelesen zu haben davon aus, dass man wiederum mit Leichtigkeit die Gesetze von Mathematik und Oekonomie überwunden hat.

    Vandale

  • Es ist ja doch beachtenswert, dass einem hier von einem Vandalen latent untergeschoben wird, dass Atomstrom umweltfreundlich ist. Soweit ich weiß konnte eine Endlagerung in Deutschland eben wegen der wenig umweltfreundlichen Strahlung noch nicht geklärt werden. Dabei hatten doch die 4 großen Energieversorger als Müllerzeuger in der Vergangenheit nicht nur die Mittel dazu, sondern sollten eigentlich auch ein großes Interesse daran haben.
    Sogar die Ökonomie wird in diesem Zusammenhang gebracht. Wer also scheinbar die Inflationsrate für den Zeitraum, von bescheidenen 10.000 Jahren Endlagerung kalkulieren kann, wird mir sicherlich auch die Lottozahlen für die nächsten 3 Jahre verraten.
    Die komplexen Zusammenhänge aus der Kosten- und Nutzenwirkung erneuerbarer Energien hat das Bundesumweltministerium in einem mehrjährig angelegtem wissenschaftliches Vorhaben durch ein vom Fraunhofer ISI geführtes Projektteam untersuchen lassen.
    Ergebnis: Im Jahr 2008 standen 6 Mrd. Euro für systematische Kosten durch erneuerbare Energien 8 Mrd. Euro Nutzen allein durch vermiedene Umweltschäden gegenüber.
    Wer also wissenschaftliche Erkenntnisse in seinem Weltbild zulässt erkennt: Ohne die erneuerbaren hätte alleine in 2008 unsere Volkswirtschaft 2 Mrd € mehr für Umweltschäden aufbringen müssen. Weil sich Ökostrom schon bezahlt gemacht hat, wird er auch quasi kostenfrei an der Strombörse eingestellt und drückt den Strompreis. Es fehlt nur noch der Hinweis auf die Subventionierung der chinesischen Photovoltaik-Module, obwohl bekannt ist, dass der Ertrag und nicht das Gerät bezuschusst wird. Im Umkehrschluss dürfte ich dann auch keinen einzigen gefahrenen Kilometer mehr steuerlich absetzen, es sei denn es gibt kein einziges Bauteil am Fahrzeug aus China.

  • „Die Technik zwischen 2013 und 2015 marktfähig sein.“

    Die Gaserzeugung aus teurem Windstrom, noch aufwändigerer Elektrolyse mit über 40 % Energieverlusten mag ökologisch korrekt sein, ist aber ein ökonomisches Desaster.

    Die Branche hat auch gleich ein „Erneuerbares Gas Einspeise- und Speichergesetz EEGasG“ bei der Kanzlei „Becker-Büttner-Held“ in Auftrag gegeben. Dies ist noch in Diskussion.

    Zusammen mit 50% Investitionsförderung des BMWI soll das Windgas mit mind. 26 ct/kWh vergütet werden (das 10-fache des Erdgaspreises). Nach bekanntem Muster werden dann die „geringen“ Mehrkosten auf die Endkunden umgelegt.

    So funktioniert „ökologische Marktwirtschaft“.

  • Die Phantasie kennt keine Grenzen

    Vor einigen Jahren hatte man in F durchgerechnet ob man mit überschüssigem Nachtstrom aus umweltfreundlichen Kernkraftwerken Wasserstoffgas herstellen könne. Es wurden lediglich die Brennstoffkosten, 0,5c/kWh gerechnet. Aufgrund des begrenzten Wirkungsgrades der Umwandlung, 30 - 40% und der Anlagenkosten rechnete sich dies im Verhältnis zur Wasserstoffgewinnung aus Erdgas nicht.

    Solarstrom wird mit 24c/kWh und Windstrom mit 9,4c/kWh subventioniert. Ein zig-faches der o.g. Kosten. Eine Umwandlung in Wasserstoff mit dem genannten Wirkungsgrad u. die erforderlichen Anlagen hätten einen reinen Phantasiepreis zur Konsequenz.

    Offensichtlich überwindet die Oekoreligion die Regeln von Wissenschaft, Oekonomie und Mathematik mit Leichtigkeit.

    Vandale

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