Schmallenberg-Virus Neues Virus bedroht Rinder und Schafe

Das gefährliche Schmallenberg-Virus wird in immer mehr Bundesländern nachgewiesen. Experten nehmen die Entwicklung sehr ernst. Inzwischen seien 47 Betriebe in vier Bundesländern betroffen.
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Das gefährliche Schmallenberg-Virus wird in immer mehr Bundesländern nachgewiesen. Quelle: dpa

Das gefährliche Schmallenberg-Virus wird in immer mehr Bundesländern nachgewiesen.

(Foto: dpa)

BerlinDeutschland droht möglicherweise eine neue Tierseuche. Das Bundeslandwirtschaftsministerium kündigte am Mittwoch in Berlin eine Meldepflicht für das sogenannte Schmallenberg-Virus an. Der Erreger war in den vergangenen Monaten bei Schafen und Rindern in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Hessen und Schleswig-Holstein aufgetreten.

Die Meldepflicht für Labore solle den Veterinärbehörden einen Überblick über das Krankheitsgeschehen verschaffen, um Bekämpfungsmaßnahmen ergreifen zu können. Der Bundesrat muss der Maßnahme zustimmen.

Für den Menschen geht vom Schmallenberg-Virus nach Angaben des Ministeriums nach bisherigen Erkenntnissen kein Gesundheitsrisiko aus. Das Virus kann Rinder, Schafe und Ziegen befallen, übertragen wird es durch Insektenstiche. Bei trächtigen Tieren drohen Frühgeburten und erhebliche Schäden bei Neugeborenen. So wurden in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Hessen und Schleswig-Holstein Lämmer mit schweren Missbildungen geboren.

Der Erreger wurde erstmals in Deutschland bei Tieren aus Schmallenberg im Sauerland nachgewiesen und erhielt so seinen Namen. Neben Deutschland sind bisher auch aus Belgien, den Niederlanden und Großbritannien Infektionen mit dem Schmallenberg-Virus bekanntgeworden. Agrarministerin Ilse Aigner setzt sich daher auch für eine Meldepflicht auf EU-Ebene ein.

 

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