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Treibhausgas-Bulletin der WMO Klimaforscher messen Rekordwert bei Treibhausgas-Konzentration

Allen Klimaschutz-Bekenntnissen zum Trotz ist die Treibhausgas-Konzentration auf einen Rekordwert gestiegen. Sorgen bereitet auch die Rückkehr eines Ozonkillers.
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Klimaforscher messen Rekordwert bei Treibhausgas-Konzentration Quelle: dpa
Rekord bei Treibhausgas-Konzentration

Die Konzentration der klimaschädlichen Treibhausgase in der Atmosphäre ist nach den Messungen von Klimaforschern so hoch wie nie.

(Foto: dpa)

Genf Die Konzentration der klimaschädlichen Treibhausgase in der Atmosphäre ist laut aktuellen Messungen so hoch wie nie. „Es gibt keine Anzeichen für eine Umkehrung des Trends, der zu langfristigem Klimawandel, dem Meeresspiegelanstieg, der Versauerung der Meere und mehr extremen Wettersituationen beiträgt“, warnte die UN-Weltwetterorganisation WMO am Donnerstag in ihrem jährlichen Treibhausgas-Bulletin.

„Ohne rapide Verringerungen von CO2 und anderen Treibhausgasen wird der Klimawandel immer stärkere zerstörerische und unumkehrbare Folgen für die Erde haben“, sagte WMO-Generalsekretär Petteri Taalas. „Die Chance, noch einzugreifen, ist fast vertan.“

Außer dem neuen Rekordniveau des bedeutendsten Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) macht den Forschern auch ein Ozonkiller Sorgen: das längst verbotene Kühlmittel CFC-11 oder Trichlorfluormethan. Es zerstört die Ozonschicht, die das Leben auf der Erde vor Schäden durch aggressives Sonnenlicht schützt und wirkt als Treibhausgas.

Wie Sie den Energieverbrauch Ihrer Firma massiv senken
Wer den Cent nicht ehrt, …
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Etwa drei Prozent des gesamten Stromverbrauchs in Deutschland, das geht aus einem Fachartikel im Creditreform-Magazin (05/2016) hervor, gehen auf das Konto von Bürogeräten. Rechnet man den Energiebedarf für Server und Rechenzentren dazu, entfallen sogar mehr als zehn Prozent des deutschen Strombedarfs auf Informations- und Kommunikationstechnologien.

(Foto: Getty Images)
Augen auf beim Einkauf
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Wie Sie mit grüner Hardware und ein paar Tricks den Energieverbrauch um 20 bis 40 Prozent senken können, zeigt die Creditreform in einer Übersicht, die wir Ihnen hier vorstellen. Das Sparen fängt schon beim Kaufen an. So rät die Deutsche Energie-Agentur (Dena), bei der Auswahl energieeffizienter Geräte auf folgende Gütesiegel zu achten…

(Foto: Getty Images)
Die wichtigsten Siegel
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Der Energy Star kennzeichnet in der EU Bürogeräte, die bestimmte Mindeststandards in puncto Energieeffizienz erfüllen.
Das TCO-Label wird für Geräte der Informationstechnologie nach Kriterien wie niedriger Energieverbrauch, Umweltverträglichkeit und Wiederverwertbarkeit vergeben.
Der TÜV-ECO-Kreis kennzeichnet Produkte, die nachweisbar den aktuellen Stand der Technik in Sachen Sicherheit, Ergonomie und Ökologie einhalten.
Das europäische EU-Ecolabel (Euro-Blume) berücksichtigt bei der Bewertung von Produkten und Dienstleistungen Umweltkriterien über den gesamten Lebenszyklus.

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Ein Gerät für alles
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Drucker, Fax, Kopierer und Scanner mit jeweils einem eigenen Stromanschluss verbrauchen zusammen mehr Energie als ein Multifunktionsgerät. Nicht benötigte Geräte, rät die Creditreform, sollten ausgeschaltet werden. Ebenso alle Arbeitsplatzgeräte über Nacht, am Wochenende oder in einer längeren Arbeitspause. Manche Apparate verbrauchen auch nach dem Ausschalten noch Energie.

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Energie, Toner und Tinte sparen
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Eine schaltbare Steckdosenleiste trennt gleich mehrere Geräte mit einem Knopfdruck sicher vom Netz. Beim Energiesparen hilft es auch, wenn Geräte gemeinsam genutzt und über das Firmennetzwerk bereitgestellt werden. Noch ein Tipp: Vom Hersteller sind die Geräte meist auf „optimale Druckqualität” eingestellt. Meist genügt „normale Qualität” oder „Entwurf” – das Umstellen spart Energie und Toner beziehungsweise Tinte.

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Monitore ausschalten
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Der Standby-Modus ist bequem, die Geräte sind viel schneller als beim Ausschalten wieder betriebsbereit. Rund zwei Drittel der Monitore in deutschen Büros bleiben nach einer Umfrage des Marktforschungsinstituts Yougov sogar über Nacht im Standby-Modus. Aber auch dabei verbrauchen sie Strom. Wie eine Studie ergab, können Mitarbeiter in Deutschland allein durch das Ausschalten der Monitore nach Feierabend jährlich Stromkosten in Höhe von rund 480 Millionen Euro einsparen.

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Energiefresser Bildschirmschoner
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Und auch Bildschirmschoner sind Energiefresser. Creditreform rät: Wer ihn über längere Zeit nicht nutzt, sollte ihn in den Ruhezustand versetzen oder besser noch ganz ausschalten. Experten raten zudem dazu, die Helligkeit an LCD-Monitoren an Plätzen ohne direkte Sonneneinstrahlung auf 20 Watt zu dimmen.

(Foto: Getty Images)

CFC-11 war im Rahmen des internationalen Ozonabkommens, des Montrealer Protokolls, verboten worden. Sein Anteil in der Atmosphäre sank seit Mitte der 1990er Jahre zunächst kontinuierlich.

Der Rückgang habe sich aber seit 2012 deutlich verlangsamt, was auf neue illegale Produktion des Stoffs hindeute. Die WMO erwähnt nur „Produktion in Ostasien“, aber die Umweltschutzorganisation Environmental Investigation Agency (EIA) nannte vor Kurzem die Schaumstoffindustrie Chinas als Sündenbock.

Die CO2-Konzentration in der Atmosphäre stieg nach Angaben der WMO 2017 von 403,3 ppm (Teilchen pro Million Teilchen) auf 405,5. CO2 entsteht etwa durch die Verbrennung von Kohle, Öl und Gas, die Zementproduktion und andere Industrieprozesse. Die CO2-Konzentration lag 46 Prozent höher als in vorindustrieller Zeit, also vor 1750.

Seit 1990 sei der Strahlungsantrieb durch langlebige Treibhausgase um 41 Prozent gestiegen, so die WMO. Der Strahlungsantrieb misst die Energiebilanz der Erde und umfasst alle Kräfte, die die Erde erwärmen oder abkühlen. CO2 trug nach WMO-Angaben 66 Prozent dazu bei.

Abrupter Anstieg

Methan ist das zweitwichtigste Treibhausgas und trug 17 Prozent bei. Die Methan-Konzentration stieg auf 1859 Teilchen pro Milliarde Teilchen (ppb) und erreichte 257 Prozent des vorindustriellen Niveaus. Es entsteht vor allem bei der Rinderhaltung und im Reisanbau.

„Das letzte Mal, als die Erde ähnlich hohe CO2-Konzentrationen erlebte, war vor drei bis fünf Millionen Jahren“, sagte Taalas. „Damals war es zwei bis drei Grad wärmer und der Meeresspiegel lag 10 bis 20 Meter höher als heute.“

Auf den Zustand vor so langer Zeit können Forscher durch Eisbohrungen in uralte Luftblasen und Analysen von Fossilien schließen. So abrupt wie in den vergangenen 70 Jahren ist die CO2-Konzentration nach Angaben der Forscher noch nie gestiegen. Am Ende der letzten Eiszeit erstreckte sich ein ähnlicher Anstieg über 3000 Jahre.

Seit 1750 ist die Durchschnittstemperatur bereits um rund ein Grad gestiegen. Der Weltklimarat (IPCC) rät dringend, den Anstieg bei 1,5 Grad zu begrenzen, um schwerste Folgen für Millionen Menschen auf der Welt abzuwenden.

„Wir sind nicht auf Kurs, das zu schaffen“, sagte Taalas Stellvertreterin Elena Manaenkova in Genf. „Wir können 1,5 Grad nur schaffen, wenn die CO2-Emissionen bis 2030 um 45 Prozent unter das Niveau von 2010 gesenkt werden.“

  • dpa
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