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Umweltstudie 270.000 Tonnen Plastikmüll schwimmen im Meer

Plastikmüll wird zu einer zunehmend größeren Belastung für unsere Umwelt. Doch wie viel Müll treibt auf den Ozeanen? Diese Frage ist bislang nicht hinlänglich geklärt. Eine neue Studie gibt konkrete Schätzwerte bekannt.
11.12.2014 - 07:54 Uhr Kommentieren
Ein mit Plastikflaschen verschmutzter Atlantikstrand von Ngor, Dakar, Senegal: 270.000 Tonnen Plastikmüll treiben auf den Weltmeeren. Quelle: dpa

Ein mit Plastikflaschen verschmutzter Atlantikstrand von Ngor, Dakar, Senegal: 270.000 Tonnen Plastikmüll treiben auf den Weltmeeren.

(Foto: dpa)

Honolulu Fast 270.000 Tonnen Plastikmüll treiben einer neuen Studie zufolge auf den Ozeanen der Erde. Das sei so viel Abfall, wie nicht einmal in 38.500 Müllwagen passen würde, schätzt eine am Mittwoch in dem Fachjournal „Plos One“ veröffentlichte Studie. Es handele sich dabei um mehr als fünf Billionen Einzelteile, heißt es in der Untersuchung.

Um zu den Zahlen zu kommen, hatten Forscher zu See mit einem Maschennetz kleine Abfallteilchen gesammelt. Beobachter auf Booten zählten größere Gegenstände auf dem Wasser. Mit Computermodellen wurde für nicht untersuchte Gebiete hochgerechnet, wie viel Müll auch dort schwimmt.

Die Studie bezieht sich lediglich auf Plastikabfall an der Wasseroberfläche. Wieviel Material auf dem Meeresboden liegt, erforschten die Wissenschaftler nicht.

Führender Autor der Studie ist Markus Eriksen von der Umweltorganisation 5 Gyres Institute. Eriksens Einrichtung setzt sich für die Reduzierung von Plastik auf den Weltmeeren ein. Die am Mittwoch veröffentlichte Studie ist die jüngste in einem aufkeimenden Forschungsfeld, in dem Wissenschaftler besser zu verstehen versuchen, wie viel synthetisches Material in den Ozeanen treibt und wie es Fische, Seevögel, das marine Ökosystem und die Nahrungskette bis hin zum Menschen beeinflusst.

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    Laut Kara Lavender Law von der Organisation Sea Education Association sammelten die Forscher auch in Gebieten Daten, aus denen es bislang keine verlässlichen Messwerte gab. Dazu zählen der Indische Ozean, die Gebiete nahe der Antarktis sowie der südliche Atlantik. Die Sea Education Association war nicht an der Studie beteiligt.

    • ap
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