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Ungewöhnliches Schauspiel Tal des Todes wird zum Blumenmeer

Das kalifornische Death Valley, eines der trockensten Gebiete der USA, schmückt sich mit ungewohnter Farbenpracht. Die Fels- und Sandwüste ist zur Blumenwiese geworden – und das ist erst der Auftakt des Blütenwunders.
22.02.2016 - 13:08 Uhr
Ein seltenes Schauspiel erleben Besucher derzeit im kalifornischen Tal des Todes: Nach ungewöhnlichen starken Niederschlägen verwandelt sich das Tal in eine Blumenwiese. (Foto: NPS)
Blumenmeer im Tal des Todes

Ein seltenes Schauspiel erleben Besucher derzeit im kalifornischen Tal des Todes: Nach ungewöhnlichen starken Niederschlägen verwandelt sich das Tal in eine Blumenwiese. (Foto: NPS)

Heidelberg Das kalifornische Death Valley verbindet man eher mit Salz-, Fels- und Sandwüste, nicht mit einer blühenden Blumenwiese. Doch genau dieses Phänomen erwartet den US-Nationalpark wohl in den nächsten Wochen, wie der US National Park Service (NPS) bekanntgab.

Schon jetzt blühen zahlreiche Wüstensonnenblumen (Geraea canescens) und Nachtkerzengewächse der Art Camissonia claviformis im Bereich von Badwater, der tiefsten Stelle des Tals. Und der Höhepunkt könnte noch bevorstehen, da weitere Regenfälle erwartet werden. In diesem Frühling könne sich daher sogar eine „Superblüte“ einstellen, so der NPS, die normalerweise nur einmal pro Jahrzehnt auftritt – die letzten Male war dies 2005 sowie 1998 der Fall.

Eigentlich gehört das Death Valley zu den trockensten Gebieten der USA, doch seit Oktober 2015 fiel dort mehrmals ausgiebig Regen. Allein Anfang Februar ergoss sich in wenigen Tagen so viel Niederschlag auf das Tal wie sonst in einem kompletten Monat, mehr könnte in den nächsten Wochen folgen.

Ausgelöst werden die Regenfälle durch den gegenwärtigen El Niño, der feuchte Luftmassen vom Pazifik nach Kalifornien bringt und die seit Jahren herrschende Dürre in dem US-Bundesstaat zumindest langsam etwas lindert. Dank der großen Höhenunterschiede im Park müssen sich Besucher auch nicht zu sehr beeilen, wenn sie das Spektakel erleben wollen. Während zunehmende Hitze den Pflanzen bei Badwater bereits langsam zusetzt, beginnen sie an den Hängen erst auszutreiben.

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    Pflanzenfreunde können auf mehrere Dutzend Arten hoffen, die im Death Valley heimisch sind. Ein ähnliches Schauspiel fand im Oktober 2015 übrigens ebenso auf der Südhalbkugel statt, als dort Frühling herrschte: Damals hüllten Blütenpflanzen die chilenische Atacama-Wüste in bunte Farben.

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