US-Attacke in Syrien Zerstörung bringt der Tomahawk

Die USA setzen seit Jahrzehnten ferngelenkte Raketen mit enormer Zerstörungskraft ein – im zweiten Golfkrieg und auch jetzt im Konflikt mit Syrien. Tomahawk-Marschflugkörper sind kampferprobt, aber teuer.
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Die amerikanische Navy im Mittelmeer
USS Ross
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Von dem Zerstörer schoss die Navy die Marschflugkörper ab, die einen Flugplatz der syrischen Armee in der Region Homs zerstörten.

USS Ross
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Das von der US Navy zur Verfügung gestellte Bild zeigt den Zerstörer im Mittelmeer, während eine Tomahawk-Rakete abgefeuert wird. Der Typ hat eine Reichweite von 2500 Kilometern. Die Raketen fliegen tief, um Radarsystemen zu entgehen.

USS Ross
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Das Schiff ist darauf ausgelegt, schnell eingreifen zu können. Es dient zur Unterstützung von Bodentruppen. Auch kann es sich Angriffen von Schiffen, U-Booten und aus der Luft widersetzen.

USS Ross
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Ende März verließ der Zerstörer den spanischen Hafen Rota. Aktuell kreuzt die USS Ross im östlichen Mittelmeer. Mit der US-Attacke auf Syrien reagiert Präsident Trump auf den mutmaßlichen Einsatz von Giftgas durch das syrische Regime.

USS Porter
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Das zweite Kriegsschiff, von dem der Einsatz gesteuert wurde: 59 Tomahawk-Raketen brachten die Marines laut Pentagon auf den Weg Richtung Syrien. Die USS Porter gehört zur sechsten Navy-Flotte. Der Kommandositz für die Region Europa/Afrika liegt in Neapel.

USS Porter
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Das Kürzel des US-Schiffes ist DDG 78. DDG steht für „Destroyers“. Nach syrischen Regierungsangaben kamen bei dem Angriff mindestens fünf Menschen ums Leben. Bei den Toten handele es sich um drei Armeeangehörige und zwei Zivilisten, sagte der Gouverneur der Provinz Homs.

USS Porter
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Vor der griechischen Küste: Die Besatzung absolvierte in den vergangenen Monaten verschiedenen Übungen und Missionen im Mittelmeer. Wie ihre Schwester kommt die USS Porter auf 31 Knoten.

Für den russischen Außenminister Sergei Lawrow hat der Angriff der USA auf einen syrischen Flugplatz etwas von einem Déjà-vu: „Uns erinnert das an die Lage 2003, als die USA und Großbritannien mit ihren Verbündeten im Irak intervenierten.“

Lawrow spielt vor allem auf das fehlende Mandat des UN-Sicherheitsrat für die Attacke an, doch es gibt noch eine andere Parallele. Auch damals feuerten die Amerikaner zunächst Tomahawk-Raketen von Kampfschiffen auf den Irak ab.

In der Nacht zum Freitag schoss die US-Marine 59 Tomahawks von den Kriegsschiffen USS Porter und USS Ross ab – der erste Feuerbefehl von Donald Trump als US-Präsident. Eine Reaktion auf den kürzlich von Assad verordneten Giftgasangriff auf syrischem Boden. Im Irak-Krieg bildeten mehr als 40 Tomahawks den Auftakt einer späteren Invastion. In Syrien ist ein Einsatz von Bodentruppen nicht angekündigt worden.

Abschuss von 59 Tomahawk-Raketen
Rakete am Nachthimmel
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Wenige Tage nach einem mutmaßlichen Giftgasangriff lässt US-Präsident Trump einen Flughafen der syrischen Armee bombardieren.

Abschuss von Bord
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Nach Angaben des Pentagons wurden 59 Raketen des Typs Tomahawk abgeschossen. Zum Einsatz kamen zwei Kriegsschiffe: die „USS Ross“ ...

Die USS Porter
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... sowie die „USS Porter“. Diese Bilder veröffentlichte die US-Navy nach dem Angriff.

Inszenierung mit US-Flagge
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US-Präsident Donald Trump sagte, er habe den Luftschlag angeordnet. Er sprach von einem Akt der Verteidigung nationaler Sicherheitsinteressen.

59 Raketen abgefeuert
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Ein Pentagon-Sprecher bekräftigte, die USA würden den Einsatz chemischer Waffen nicht tolerieren.

Aufnahmen der US-Navy
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Aus der syrischen Armee hieß es, die USA hätten den Flugplatz Al-Schairat nahe der Stadt Homs in Zentralsyrien mit Dutzenden Tomahawk-Raketen beschossen.

Das Angriffsziel
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Der Angriff habe den Flugplatz schwer beschädigt. Die syrische Opposition lobte den US-Angriff auf den Flugplatz als „sehr wichtige Reaktion“.

Die Lage mag sich unterscheiden, doch Tomahawks sind ein wichtiges Werkzeug im Waffenarsenal des Oberbefehlshaber der USA. In Syrien kamen die Marschflugkörper zuletzt im Jahr 2014 unter dem ehemaligen Präsidenten Barack Obama zum Einsatz. Damals schoss das US-Militär insgesamt 47 Raketen ab, um eine Terrorzelle der Al-Qaida zu zerstören.

Der Tomahawk ist altbewährt. Das US-Industrieunternehmen Raytheon Missile Systems (damals noch General Dynamics) begann 1972 mit der Entwicklung der ersten Tomahawks (Block I). Ziel des Unternehmens war es, einen Marschflugkörper – also einen unbemannten Flugkörper, der sich selbst ins Ziel steuert – zu entwickeln, welcher aus der Luft, vom Land und aus dem Wasser abgefeuert werden kann.

Zu Beginn waren die Raketen mit einem Navigationssystem ausgestattet, dass sich beim Flug an Geländepunkten orientiert. Zusätzlich kam noch eine Trägheitsnavigationsplattform zum Einsatz – ein Messsystem zum Überprüfen der geographischen Lage. Das waren so gesehen die Augen des Tomahawk.

Das System hatte allerdings seine Macken: Beim ersten Einsatz im zweiten Golfkrieg 1991 feuerte Kriegsschiffe der US-Navy 297 Raketen ab, doch nach Angaben des Iraks wurden damals 29 der Flugkörper abgeschossen.

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2 Kommentare zu "US-Attacke in Syrien: Zerstörung bringt der Tomahawk"

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  • "2,6 billion" sind 2,6 Milliarden Dollar und nicht Billionen...


  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

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