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Wellenkraftwerk in Spanien Aus Wellen wird Strom

Energiewende live: Während an der deutschen Küste Offshore-Windparks entstehen, kann in Nordspanien das Meer selbst genutzt werden. Dort geht das erste kommerzielle Wellenkraftwerk ans Netz. Nun muss es sich beweisen.
08.07.2011 - 15:45 Uhr 1 Kommentar
Der Energieversorger Ente Vasco de la Energía (EVE) feiert es als Meilenstein in der Geschichte der Stromerzeugung: Das erste kommerzielle Wellenkraftwerk der Welt geht vor Spaniens Küste in Betrieb. Quelle: obs

Der Energieversorger Ente Vasco de la Energía (EVE) feiert es als Meilenstein in der Geschichte der Stromerzeugung: Das erste kommerzielle Wellenkraftwerk der Welt geht vor Spaniens Küste in Betrieb.

(Foto: obs)

Mutriku/Heidenheim/Dresden Wellen krachen gegen das weißgraue, massive Bauwerk vor dem Hafen von Mutriku im nordspanischen Baskenland. Ein scheinbar unauffälliger Betonklotz neben der Hafenmole. Doch er hat es in sich: Dort verbergen sich 16 Turbinen, die nur auf die nächste Welle warten, denn sie verwandeln sie in Strom. Am Freitag ist es soweit: Das nach Firmenangaben erste kommerziell genutzte Wellenkraftwerk geht ans Netz.

Seine Dimensionen lassen eine Energiewende mit Hilfe der Weltmeere allerdings zunächst wenig realistisch erscheinen. Die Turbinen versorgen mit ihrer Leistung von 300 Kilowatt gerade mal rund 250 Haushalte mit Strom, erläutert der Bauherr EVE (Ente Vasco de la Energia). „Die Größe lässt noch keine Aussage zu, ob das einer der wichtigen Energieträger der Zukunft ist“, sagt Wellenkraftexperte Kai-Uwe Graw von der Technischen Universität Dresden. „Die ersten Windräder waren auch verhältnismäßig klein.“

„Das Potenzial der Energiegewinnung aus Wellen ist gigantisch“, ist sich Roland Münch, Chef von Voith Hydro, hingegen sicher. Die Sparte des Heidenheimer Anlagenbauers hat die sogenannten Wellsturbinen geliefert, die nun in Mutriku laufen. Wellenkraft sei die interessanteste aller Arten, aus Weltmeeren und deren Strömungen Energie zu gewinnen. Voith hat dabei selbstredend ganz handfeste Interessen, auch wenn in Nordspanien nur 6,7 Millionen Euro investiert wurden. Die Heidenheimer sind einer der Weltmarktführer bei der Wasserkraft - wo sonst viel größere Projekte wie Staudämme gestemmt werden.

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    • Deutsche Frankenthal Pumpen sind ganz schlecht.

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