Neue Testanlage Hightech-Roboter für den Meeresgrund

In einer neuen Testanlage in Bremen entstehen die Tauchroboter der Zukunft. Die autonomen Hightech-Geräte sollen künftig auf dem Meeresboden tasten, greifen, Teile austauschen und sogar ernten.
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Ein Unterwasserroboter im neuen Testbecken des Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH (DFKI) in Bremen. Das 3400 Kubikmeter fassende Salzwasserbecken wurde zur Erprobung von Unterwasserfahrzeugen gebaut. Quelle: dpa

Ein Unterwasserroboter im neuen Testbecken des Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH (DFKI) in Bremen. Das 3400 Kubikmeter fassende Salzwasserbecken wurde zur Erprobung von Unterwasserfahrzeugen gebaut.

(Foto: dpa)

BremenEs sieht aus wie ein großes Schwimmbad. Doch beim Blick ins acht Meter tiefe Becken sieht man Tauchroboter durchs Wasser fahren und am Boden eine Pipeline inspizieren oder Pumpensysteme einer Offshore-Gas-Förderanlage kontrollieren. Die Maritime Explorationshalle des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Bremen wurde am Montag offiziell in Betrieb genommen. Herzstück ist das 23 Meter lange und 19 Meter breite Salzwasserbecken, in dem neue Systeme mit intelligenten Tauchrobotern getestet und weiterentwickelt werden.

„Wir müssen erstmal wissen, dass unsere Systeme sicher sind“, sagt Frank Kirchner, Leiter des DFKI Robotics Innovation Centers. In den nächsten fünf Jahren sollen sie Marktreife haben.

Wie Roboter den Alltag erleichtern
Roboter "James"
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Barkeeper

Der Roboter "James" des Münchener Fortiss-Institutes für Hightech-Forschung in München (Bayern) ist als Barkeeper programmiert und soll bei einer Interaktion mit Menschen seine Aufgaben nicht nur richtig erledigen, sondern dabei auch auf die sozialen Bedürfnisse seines Gegenübers eingehen. Wer sich bei James bedankt bekommt die Antwort: "Always a pleasure".

Roboter
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Vollautomatischer Gärtner

Auch im Garten können Roboter die Arbeit von Menschen ersetzen. So bietet der Roboter-Hersteller Ambrogio verschiedene autonome Rasenmäher für verschiedene Gartengrößen an – von maximal 1.500 bis zu 10.000 Quadratmetern. Die hier gezeigte Luxus-Variante L400 soll laut Hersteller Gärten bis zu 10.000 Quadratmetern mähen können – und kostet dafür rund 14.000 Euro. Kleinere Modelle gibt es bereits für ein Zehntel dieses Preises.

Roboter
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Haarpfleger

Dieser von Panasonic hergestellte Haarwaschroboter widmet sich der Pflege des Haupthaars von bettlägerigen Patienten. Vollautomatisch kann das Gerät eine komplette Haarwäsche durchführen und dabei eine Spülung einmassieren sowie die Haare nach dem Waschen wieder trocknen. Dabei kommen insgesamt 24 robotische Finger zum Einsatz.

Samsung Navibot SR 8855
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Putzhilfe mit gutem Orientierungssinn

Inzwischen schon fast ein Klassiker unter den Haushaltsrobotern ist der autonome Staubsauger. Dieses Modell, ein Samsung Navibot SR 8855, sticht vor allem durch seine Navigationsfähigkeiten heraus. Aus Aufnahmen von einer eingebauten Kamera setzt er ein digitales Abbild des Raums zusammen, den er reinigen soll. Das verhindert laut Hersteller sinnloses Kreuz- und Querfahren wie bei anderen Saugrobotern. Hindernissen weicht der Navibot aus, die eingebauten Sensoren erkennen auch Treppenabsätze.

Dirt Devil EVO M678 Wischrobote
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Robotischer Putzteufel

Ist die Wohnung gesaugt, sollte aber noch feucht gewischt werden. Dazu bietet sich beispielsweise dieses Modell, der Dirt Devil EVO M678 Wischroboter, an. Zum Einsatz kommen dabei Swiffer-Einwegtücher, mit denen sowohl trocken als auch feucht gewischt werden kann. Eine eingebaute GPS-Navigation sorgt laut Hersteller dafür, dass um Stellen mit Hindernissen präzise herumgewischt werden kann. Trocken kann der Roboter Räum bis zu 90 Quadratmetern, feucht bis zur Größe von 25 Quadratmetern wischen.

Roboter
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Freundlicher Krankenpfleger

Dieses freundlich dreinschauende Gesicht gehört einem Roboter aus dem Hause Panasonic. Das Modell Hospi-Rimo soll als Kommunikationsplattform für bettlägerige Patienten dienen, die mit dem Roboter von zu Hause aus mit Arzt, Freunden oder Verwandten per Videokonferenz kommunizieren wollen. Der Roboter kann dabei laut Hersteller mit fragilen Ampullen und Medikamenten so vorsichtig umgehen wie eine Krankenschwester.

Roboter
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Ferngesteuerter Spion

Hobby-Dektive werden ihren Spaß an diesem Spionage-Roboter haben: Der Meccano Spykee the Spy lässt sich via WLAN per PC oder Mac steuern, die eingebaute Webcam liefert Live-Bilder. Ein Bewegungssender kann so eingestellt werden, dass das Gerät Fotos macht, sobald jemand einen Raum betritt.

Die Nachfrage nach geeigneten Lösungen für die Kontrolle von Unterwasseranlagen ist groß. Tausende von Kilometern Pipelines und Seekabel liegen tief auf dem Meeresboden. Riesige Flächen stehen voll mit Pumpen und Leitungen der Öl- und Gas-Förderanlagen auf hoher See. Und immer mehr Fundamente von Offshore-Windanlagen sind unter Wasser verankert.

„Ziel der neuen Systeme ist, Wartung und Inspektion der Anlagen, egal wo sie stehen, kostengünstig und teilweise überhaupt erst möglich zu machen“, so Kirchner. So soll ein Avalon genanntes Vehikel beispielsweise Pipelines auch in der Tiefsee autonom abfahren und mit Hilfe von Sensoren Unterspülungen oder Sandablagerungen aufspüren. „Ist die Pipeline an einer Stelle unterspült, kann sie durchbrechen“, erläuterte Kirchner. Sie könne auch zusammengedrückt werden.

Entwickelt wurde auch eine Tiefseehand mit drei Fingern. „Wir wollen damit im Tiefseebereich Objekte tasten und befühlen“, so Kirchner. In tieferen Gebieten werde verstärkt auf Sensortechnik gesetzt. „200 Meter unter Wasser ist es dunkel, da muss man Licht mitbringen, und das braucht zu viel Energie.“

Die Suche nach dem Schuhkarton
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