1,18 Billionen Volt Urknallmaschine stellt Weltrekord auf

Der größte Teilchenbeschleuniger der Welt ist nun auch offiziell der stärkste: Der Large Hadron Collider (LHC) am europäischen Kernforschungszentrum CERN bei Genf hat in der Nacht zu Montag Wasserstoff-Atomkerne auf eine bislang in irdischen Beschleunigern unerreichte Energie katapultiert.
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Der LHC wird seinem Ruf als Rekordmaschine langsam gerecht. Quelle: ap

Der LHC wird seinem Ruf als Rekordmaschine langsam gerecht.

(Foto: ap)

HB GENF. Der größte Teilchenbeschleuniger der Welt hat Protonen mit 1,18 Billionen Volt (1,18 Tera-Elektronenvolt) durch die Anlage gejagt und damit einen Weltrekord aufgestellt. Das teilte das Europäische Kernforschungszentrum (CERN) am Montag in Genf mit.

Die beiden Protonenstrahlen erreichten im Large Hadron Collider (LHC) die größte bisher gemessene Energiemenge. Die bisherige Bestmarke lag bei knapp unter einem Tera-Elektronenvolt (TeV) und wurde vom Fermilab bei Chicago erzielt.

Der Erfolg ist nur ein Zwischenschritt beim abermaligen Hochfahren der Anlage. Wegen Pannen beim ersten Start musste der Large Hadron Collider (LHC) rund ein Jahr lang repariert werden, erst seit dem 20. November läuft er wieder. „Es gibt noch eine Menge zu tun, bevor die Experimente 2010 beginnen“, erklärte CERN-Direktor Rolf Heuer. „Bis dahin bleibt der Champagner auf Eis.“

Das Fernziel ist es, Protonenstrahlen mit so hoher Geschwindigkeit aufeinanderprallen zu lassen, dass Bedingungen wie beim Urknall („Big Bang“) simuliert werden können. Noch vor Weihnachten soll ein erster „Mini-Bang“ erzeugt werden, wenn die Protonen mit einem Tempo von 1,2 TeV zur Kollision gebracht werden. Wenn der LHC auf Hochtouren läuft, sollen Energiemengen von bis zu sieben TeV und mehr erreicht werden.

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6 Kommentare zu "1,18 Billionen Volt: Urknallmaschine stellt Weltrekord auf"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Was die Wissenschaftler am cern istitut durchführen, braucht keinen Superlativ zu scheuen und ist an bedeutung für die Menschheit gar nicht zu überschätzen.
    Der vorliegende Artikle jedoch spricht von "1,8 billionen Volt". Peinlicher geht es nun wirklich nicht mehr.

  • nach meiner Rechnung müssten die Genfer das Ding noch
    20 billionen-mal einschalten, um eine Kilowattstunde
    Energie in Teilchen-bewegung umgewandelt zu haben.
    1 eV entspricht 0,00000000000000000016022 Wattsekunden!
    Der Artikel spielt in der "bild-Liga", die hatte auch schon einmal von einem "Russen mit 1 Kilo Atom im Koffer" berichtet.

  • Seit einiger Zeit hat man das Gefühl, dass vieles schlampig und oberflächlich recherchiert ist, nicht nur wissenschaftliche berichte. Viele Kommentare sind zudem voller Rechtschreibfehler.
    Die Qualität war schon mal deutlich besser.
    Die Redaktion verliert zusehends an Reputation

  • Stimmt. Und eine Geschwindigkeit ist eV es erst recht nicht.^^
    http://twitter.com/Arik_E/status/6209514506
    http://twitter.com/Arik_E/status/6208213558

  • ist also auch die 4. Gewalt (http://de.wikipedia.org/wiki/Vierte_Gewalt) eine PiSA-Problemzone? Lassen wir das "auf eine Energie katapultieren" und auch die "Wasserstoffkerne" mal ausser Acht. Das sind eher begriffliche Schlampereien. Schlimm ist aber, dass eine grosse und - da auflagenstark - bedeutende Tageszeitung nicht zwischen Spannung und Energie unterscheidet und damit Fragen zur Fundiertheit der berichterstattung über andere Themen provoziert. Für das nächste Mal also bitte beachten: "Volt" ist das Mass für die "elektrische Spannung"; "Elektronenvolt" ist ein Mass für Energie, wie "Newtonmeter", "Joule" oder die bekannte "Kilokalorie". :-) Herzlichst, ein treuer Leser

  • Mal wieder nicht richtig recherchiert. Denn Energie eV oder Elektronenvolt ist nicht gleich V Volt.

    1 eV = 1,6 * 10^-19 * A * s * V
    1 V = 1 ( kg * m² / s³ * A)

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