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56-Jähriger lebt seit über 1 000 Tagen mit Berliner Kunstherz

Weltrekord für ein Berliner Kunstherz: Seit mehr als 1 000 Tagen lässt die Unterstützungspumpe „Incor“ das Blut im Körper des 56-jährigen Uwe Magdeburg aus Cottbus zirkulieren. „Das ist für uns in mancherlei Hinsicht ein besonderer Tag“, sagte Prof.
Herzpumpe Incor 1 Quelle: dpa

Der Herzspezialist Professor Roland Hetzer zeigt an einem Körpermodell den Sitz der Herzpumpe Incor 1 (Archiv).

(Foto: dpa)

dpa BERLIN. Weltrekord für ein Berliner Kunstherz: Seit mehr als 1 000 Tagen lässt die Unterstützungspumpe „Incor“ das Blut im Körper des 56-jährigen Uwe Magdeburg aus Cottbus zirkulieren. „Das ist für uns in mancherlei Hinsicht ein besonderer Tag“, sagte Prof. Roland Hetzer, Ärztlicher Direktor des Deutschen Herzzentrums.

Denn das System der Berlin Heart AG pumpt das Blut nicht pulsierend, sondern kontinuierlich durch den Körper. Anders als von manchen Kollegen erwartet, habe sich nun gezeigt, dass der Organismus auch dauerhaft ohne „Pulsschlag“ auskomme.

„Incor“ hat nach Ansicht der Experten damit eine Bewährungsprobe auch für einen langfristigen Einsatz bestanden. Bislang muss die Energiequelle in Form von Akkus jedoch noch in einer Umhängetasche getragen werden. Das zwölf Zentimeter lange und drei Zentimeter dicke Unterstützungssystem für die linke Herzkammer wurde in Europa bisher 198 mal transplantiert. Für die USA hat es noch keine Zulassung.

Es funktioniert mit einem länglichen Rotor, der sich bis zu 10 000 Mal pro Minute dreht und nur durch magnetische Kräfte in Position gehalten wird. „Dadurch entsteht keinerlei Reibung, nichts muss gewartet oder geschmiert werden“, erläuterte Ingenieur Peter Nüsser von Berlin Heart.

Theoretisch könne die Pumpe unendlich lange laufen, betonten Hetzer und Nüsser. „Irgendwann wird dies vielleicht eine Alternative zum Spenderherz sein. Auf lange Sicht ist eine Pumpe auch kostengünstiger“, sagte Hetzer. Für Patient Magdeburg jedoch, der mit dem Kunstherzen „außer Baden alles“ machen kann, steht die Antwort auf die Frage, ob er sich für eine Transplantation entscheiden würde, fest: „Ich würde es sofort tun.“ Wegen einer seltenen Blutgruppe wartet er jedoch noch auf ein Spenderherz.

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