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Agrar Bauern: Kaum Änderungen mit Gentechniknovelle

Für die Landwirte ändert sich nach Ansicht des Präsidenten des Deutschen Bauernverbandes mit der Novelle des Gentechnikrechts kaum etwas. „Die Haftungsfrage wurde nicht ausreichend gelöst“, sagte Gerd Sonnleitner der „Thüringer Allgemeine“.
Maisernte  Quelle: dpa

Zwischen Gen- und Ökomais ist künftig ein Mindestabstand von 300 Metern vorgeschrieben.

(Foto: dpa)

dpa BERLIN. Für die Landwirte ändert sich nach Ansicht des Präsidenten des Deutschen Bauernverbandes mit der Novelle des Gentechnikrechts kaum etwas. „Die Haftungsfrage wurde nicht ausreichend gelöst“, sagte Gerd Sonnleitner der „Thüringer Allgemeine“.

Das Bundeskabinett hatte am Mittwoch strengere Regelungen beschlossen. Künftig soll zwischen Genmais und konventionellen Pflanzen ein Mindestabstand von 150 Meter eingehalten werden. Zwischen Gen- und Ökomais sind 300 Meter vorgeschrieben. Das Haftungsrecht wird nicht verändert.

Sonnleitner monierte, es werde nicht abhängig vom Verschulden geahndet. „Wir raten unseren Landwirten weiterhin davon ab, gentechnisch veränderte Produkte anzubauen.“ Das Haftungsrisiko sei nicht kalkulierbar. Nicht verständlich ist für Sonnleitner auch die unterschiedliche Abstandsregelung der Gesetzesnovelle. Der Deutsche Bauernverband habe immer eine wissenschaftlich begründete Regelung gewünscht, die jetzige sei politisch motiviert. „Es gibt für mich keinen Unterschied zwischen ökologisch und konventionell wirtschaftenden Betrieben im Verhältnis zum Anbau mit genveränderten Pflanzen“, sagte der Verbandspräsident.

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