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Amphibien Eingeschleppter Pilz löst Massensterben aus

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Viele Amphibien-Arten sind gefährdet
Im Land der fliegenden Frösche
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Dank seiner ausgeprägten Häute zwischen den Fingern, den Zehen und an den Armen kann dieser Frosch bis zu 15 Meter weit von Baumkrone zu Baumkrone segeln. Dieser Fähigkeit verdankt er auch seinen Namen: Helenas fliegender Frosch (Rhacophorus helenae).

Bild: WWF

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Einen Schönheitswettbewerb wird die in Vietnam entdeckte Blattnasenfledermaus mit ihrer Blumenkohl-Nase wohl nicht gewinnen. Doch das Organ hilft ihr beim Navigieren durch Echolot.

Bild: WWF

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Eine Zorro-Maske scheint diese in Thailand entdeckte Wasserschlange zu tragen.

Bild: WWF

WWF neue Arten
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Dieses Riesen-Flughörnchen mit seinem markanten rot-weißem Fell wurde auf einem Buschfleischmarkt in Laos entdeckt.

(Foto: WWF)
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Die Riesenkrabbenspinne ohne Augen entdeckten Forscher in einer Höhle in Laos. Zur Rückbildung der Sehorgane kam es, weil die Spinnen komplett im Dunkeln leben.

Bild: WWF

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Diesen bislang unbekannten Vertreter der Schneidervögel entdeckten Forscher in Kambodscha. Insgesamt listet der WWF-Report "Mysterious Mekong" mehr als 360 neue Tier- und Pflanzenarten auf, die von Mitte 2012 bis Mitte 2013 erstmals beschrieben wurden.
Bild: WWF

„Diese Studie zeigt, welche Gefahr besteht, wenn exotische Spezies ohne ein angemessenes Screening auf Infektionskrankheiten importiert werden“, sagte der beteiligte Wissenschaftler Matthew Fisher vom Imperial College London (Großbritannien). „B. salamandrivorans bedroht die Vielfalt unter den europäischen Amphibien, und die betroffenen Länder müssen dringend Maßnahmen ergreifen, um die weitere Ausbreitung dieses und anderer Krankheitserreger zu verhindern.“

Asiatische Salamander und Molche werden weltweit für die private Tierhaltung verschickt und verschifft. Nach Angaben der an der Studie beteiligten Universität Zürich wurden allein in die USA zwischen 2001 und 2009 über 2,3 Millionen Feuerbauchmolche transportiert.

B. salamandrivorans ist bereits der zweite Pilz, der den Amphibien zu schaffen macht. Seit einigen Jahrzehnten breitet sich weltweit der sogenannte Chytridpilz Batrachochytrium dendrobatidis aus, der Frösche, Kröten, Molche und andere Amphibien befällt.

Um die Tiere zu schützen, sei eine Reglementierung des Wildtierhandels nötig, sagt auch Tom Kirschey vom Naturschutzbund Deutschland. „Wenn wir den Handel mit Wildtieren zu kommerziellen Zwecken nicht stoppen, können wir auch die Ausbreitung solcher Erkrankungen nicht stoppen.“

In Deutschland steht nach Angaben des Umweltbundesamts mehr als die Hälfte der Frösche, Kröten und Molche auf der Roten Liste gefährdeter Tierarten. Weltweit sind es nach Angaben der Weltnaturschutzunion IUCN ein Drittel aller Arten. Amphibien seien damit die weltweit am stärksten gefährdeten Wirbeltiere. Neben den Pilzerkrankungen gelten als weitere Ursachen für das Amphibiensterben der Klimawandel und die Zerstörung ihrer Lebensräume.

  • dpa
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1 Kommentar zu "Amphibien: Eingeschleppter Pilz löst Massensterben aus"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Kann so ein Pilz nicht einmal (zur Abwechslung) unsere Politiker befallen? Denn anders als diese haben die Amphibien Mitleid verdient

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