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Auslaufmodell ISS? Russen wären längst gestartet

Nach dem kurzfristig abgesagten Start der US-Raumfähre „Discovery“ hat es am Mittwoch im Kontroll-Zentrum der Nasa eine Menge langer Gesichter gegeben. Zwar waren am Ende die Wettergötter gnädig, doch der Teufel steckte im elektronischen Detail.
Der Countdown für den Start der Raumfähre Discovery wurde am Mittwoch gestoppt. Foto: dpa

Der Countdown für den Start der Raumfähre Discovery wurde am Mittwoch gestoppt. Foto: dpa

HB CAPE CANAVERAL/WASHINGTON. Dass unter dem Blick eines gespannt wartenden Weltpublikums ein kleiner Sensor den großen Shuttle-Start verhindern würde, war ungeplant. Wenn den Nasa-Ingenieuren das peinlich war, ließen sie es sich nicht anmerken. „Wir werden uns die Zeit nehmen, die Ursache zu finden“, versicherte der stellvertretende Manager des Shuttle-Programms, Wayne Hale, der sich wie seine Kollegen vor der Presse betont gelassen gab. „Wir fliegen nicht, bis es ganz sicher ist“, sagte er.

Die russische Raumfahrtagentur Roskosmos hat den verschobenen Start der US-Raumfähre „Discovery“ wegen eines Fehlers in der Treibstoffanzeige als übertriebene Vorsichtsmaßnahme bezeichnet. „Man hätte auch mit diesem Fehler durchaus starten können“, sagte der Roskosmos-Chef Anatoli Perminow am Donnerstag in Moskau. Wenn einer von vier Treibstoffanzeigern ausfalle, „muss man wegen eines solchen Defekts nicht gleich in Panik verfallen“, betonte Perminow.

Seit dem Absturz der US-Raumfähre „Columbia“ vor zweieinhalb Jahren und dem Startverbot für Shuttles liegt die Last der Transportflüge zur Internationalen Raumstation (ISS) allein auf russischen Schultern. In der Vergangenheit hatte sich Roskosmos wiederholt darüber beklagt, weder technisch noch finanziell diesen Aufwand allein betreiben zu können.

Die Nasa hatte am Mittwoch wegen technischer Probleme den für 21.51 Uhr MESZ vorgesehenen Shuttle-Start zweieinhalb Stunden vorher abgesagt. Weltraumexperten bezweifeln, dass bis zum neuen Starttermin am Samstag alle Probleme beseitigt werden können. Ein späterer Starttermin im September sei für die russische Seite ungünstig, betonte Perminow. „Wir müssen bis zum Jahresende unseren Plan für die Entwicklung der ISS im Jahr 2006 abschließen und das mit unseren ausländischen Partnern abstimmen“, sagte der Roskosmos-Chef.

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