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Bilderbuchmanöver Endeavour dockt an Raumstation an

Überpünktlich hat das US-Shuttle Endeavour die Internationale Raumstation ISS erreicht. Vor dem Andocken stand noch etwas Weltraum-Akrobatik auf dem Programm.
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Die Endeavour kurz vor dem Andocken an die Raumstation ISS. Foto: rtr/nasa Quelle: Reuters

Die Endeavour kurz vor dem Andocken an die Raumstation ISS. Foto: rtr/nasa

(Foto: Reuters)

HB WASHINGTON. Mit einem Bilderbuchmanöver hat das Spaceshuttle Endeavour am Sonntagabend an die Internationale Weltraumstation ISS angedockt. Die Weltraumfähre mit sieben Astronauten an Bord koppelte nach zweitägigem Flug überpünktlich um 23.01 Uhr MEZ an die ISS an - geplant war das Manöver drei Minuten später. Zwei Stunden nach dem Andocken öffneten die Astronauten ihre Verbindungsluken, um sich zu begrüßen. Am morgigen Dienstag ist der erste Außeneinsatz der Endeavour-Besatzung geplant.

Die Raumfähre war am Freitag vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral (Florida) zu ihrer 15-tägigen Mission gestartet. Bereits eine Stunde vor dem Andocken hatte sie die Weltraumstation erreicht. Die Raumfähre drehte sich wie üblich in sicherer Entfernung von der ISS einmal um sich selbst. Während der Weltraum-Akrobatik fotografierten die drei Raumfahrer auf der ISS den Hitzeschild am Unterboden des Shuttles sowie andere kritische Stellen. Die US-Raumfahrtbehörde Nasa wertete die Fotos aus, um Hinweise auf mögliche Beschädigungen an der Endeavour zu finden.

Nach ersten Informationen der Nasa-Bodenzentrale in Houston (Texas) ist zu sehen, dass zwei kleine Stücke an der Außenhaut des Shuttles abgeplatzt sind. Dies sei jedoch nicht beunruhigend. Ziel der Shuttle-Mission sind - pünktlich zum zehnjährigen Jubiläum der ISS am 20. November - Erweiterungsmaßnahmen im Innern der Station.

Künftig sollen dort sechs Astronauten dauerhaft untergebracht werden können, bisher sind es drei. Zu den Fertigbauteilen, die die Endeavour im Gepäck hat, gehören eine zusätzliche Toilette, ein Heimtrainer sowie die Einrichtung für zwei weitere Schlafräume. Zu den Verbesserungen zählt auch eine Recycling-Anlage, die selbst den Urin der Raumfahrer zu Trinkwasser umwandeln kann.

Außerdem sind wichtige Reparaturarbeiten am Drehgelenk eines der riesigen Sonnensegel vorgesehen, die die Stromversorgung garantieren. Das Gelenk ist bereits seit mehr als einem Jahr defekt. Für die komplizierte Reparatur sind vier Außeneinsätze der Astronauten geplant.

Am 27. November, dem amerikanischen Erntedankfest, soll es an Bord der ISS ein großes „Thanksgiving-Dinner“ geben: Der traditionelle Truthahnbraten kommt allerdings nur in Form von Astronautennahrung auf den Tisch.

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