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Biotechunternehmen Corona-Pionier Biontech forscht an vielen Wirkstoffen gegen Krebs

Das Mainzer Biotechunternehmen forscht jenseits des Corona-Impfstoffs vor allem an neuartigen Therapien gegen Krebs. Ein Überblick.
17.09.2020 - 16:35 Uhr Kommentieren
Das Unternehmen erforscht neben dem Corona-Impfstoff vor allem neuartige Therapieansätze gegen Krebs. Quelle: Reuters
Zentrale von Biontech in Mainz

Das Unternehmen erforscht neben dem Corona-Impfstoff vor allem neuartige Therapieansätze gegen Krebs.

(Foto: Reuters)

Frankfurt Auch wenn der Corona-Impfstoffkandidat derzeit die größte Aufmerksamkeit beim 2008 gegründeten Biotechunternehmen Biontech erfährt: Die Mainzer haben eine viel breitere Palette an potenziellen neuen Wirkstoffkandidaten zu bieten. Allerdings sind die meisten davon noch in der frühen Phase der Erprobung an Menschen und damit noch weit von einer möglichen Zulassung entfernt.

Neben dem Corona-Impfstoff erforscht Biontech derzeit elf Wirkstoffe gegen Krebs in klinischen Studien. Das am weitesten fortgeschrittene Projekt des Unternehmens ist ein Krebsimpfstoff auf Basis der neuartigen mRNA-Technologie. Er befindet sich in der zweiten von insgesamt drei klinischen Erprobungsphasen am Menschen, die ein Medikament für eine Zulassung durchlaufen muss.

Biontech arbeitet hier mit dem amerikanischen Biotechunternehmen Genentech zusammen, das zum Schweizer Pharmakonzern Roche gehört. Der Krebsimpfstoff wird für jeden Patienten einzeln synthetisiert, auf Basis der individuellen Mutationen in den jeweiligen Tumorzellen. Diese Mutationen wiederum identifiziert Biontech mithilfe einer aufwendigen, auf Künstliche Intelligenz gestützten Genanalyse der Krebszellen.

Jenseits der mRNA-Technologie hat das Mainzer Unternehmen noch drei weitere so genannte therapeutische Plattformen für Wirkstoffe entwickelt. Zum einen sind das neuartige programmierbare Zelltherapien. Hier werden so genannte T-Zellen, die für die Immunantwort zuständig sind, so modifiziert, dass sie auf krebsspezifische Antigene zielen und so eine Immunreaktion des Körpers auslösen.

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    Hier arbeitet Biontech mit dem US-Unternehmen Lilly zusammen. Zudem setzen die Mainzer auf die Entwicklung neuartiger Antikörper gegen Krebs, gemeinsam mit der dänischen Firma Genmab. Nicht zuletzt erforschen die Mainzer auch klassische Wirkstoffe (kleine molekulare Verbindungen) gegen neue Angriffspunkte bei Krebszellen.

    Auch wenn die Dominanz der Krebsforschung klar erkennbar ist, hat sich der Biontech-Mitgründer Ugur Sahin immer dagegen gewehrt, als reine Onkologiefirma verstanden zu werden. So hatte das Unternehmen auch schon vor der Corona-Pandemie mit dem Pharmakonzern Pfizer im Bereich der Infektionskrankheiten geforscht.

    Und in der präklinischen Forschung gibt es derzeit mindestens sechs Kandidaten, die in anderen Indikationen als Krebs zum Einsatz kommen sollen. Darunter sind zwei Projekte gegen HIV und Tuberkulose – die in Zusammenarbeit mit der Bill und Melinda Gates Stiftung erforscht werden.

    Mehr: Biontech will in wenigen Wochen mit Impfstoffproduktion starten

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