Boston Dynamics SpotMini Wenn der Roboterhund die Tür öffnet

Boston Dynamics will nächstes Jahr seinen ersten kommerziellen Roboter auf den Markt bringen. Ein erster Prototyp hat bereits bemerkenswerte Fähigkeiten.
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DüsseldorfWie ein Hund auf allen Vieren bewegt sich der vierbeinige Roboter durch eine Lagerhalle, steuert zielstrebig auf eine Tür zu. Er orientiert sich mit Hilfe seiner „Schnauze“, wirkt fast als würde er schnuppern. Vor einer Tür kommt er nicht weiter. Es scheint als rufe er seinen baugleichen Roboterkumpel mit Greifarm. Der kommt tatsächlich, drückt die Klinke mit seinem Griff herunter – und öffnet die Tür. Er hält die Tür auf, lässt den Roboterkumpel passieren, bevor er selbst durch die Tür geht.

Gerade die verblüffend wie erschreckende Ähnlichkeit zu lebenden Hunden lassen ein Video aus dem Entwicklungszentrum des Roboter-Herstellers Boston Dynamics derzeit zum Hit in den sozialen Netzwerken werden. Fast wirkt die Aufnahme als sei sie aus einem Science-Fiction-Film entnommen.

Der US-Hersteller arbeitet seit Jahren an der Entwicklung eines marktreifen Laufroboters, der einfache Arbeiten übernehmen kann. Mit aktuellen Aufnahmen beweist der Hersteller, wie weit die Entwicklung mittlerweile ist. Und „SpotMini“ – wie der hundeähnliche Roboter genannt wird – soll dabei erst der Anfang sein.

In zahlreichen Videos zeigt Boston Dynamics, welche Aufgaben der „Robot-Dog“ bereits erledigen kann. So kursieren Videos, in denen der Roboter nicht nur Türen öffnet, sondern sogar den Abwasch erledigt. Derzeit werde der Roboter besonders in den Bereichen Haushaltshilfe, Sicherheit und Lieferung getestet, erklärt der Hersteller. Schon 2019 soll er reif für die Markteinführung sein.

Der SpotMini wiegt circa 25 Kilo bei einer Größe von circa einem Meter und ist somit deutlich leichter und agiler als andere Laufroboter. Das Design des Roboters ist angelehnt an den Laufroboter „Spot“, der ebenfalls von Boston Dynamics entwickelt wurde und vor allem in der Paketlieferung eingesetzt wird.

Der SpotMini ist aber im Gegensatz zu seinem „großen Bruder“ deutlich günstiger und handlicher. Boston-Dynamics-Chef Marc Raibert nutze der kleine Roboter die Agilität anderer Boston Dynamics Roboter, wie dem Cheetah oder dem BigDog und kombiniert diese mit einem kleineren Design, sodass er auch in Büros und Haushalten genutzt werden kann. Schon mit dem menschlichen Roboter Atlas sorgte das Unternehmen für viel Aufmerksamkeit.

Hinter Boston Dynamics steht ein Konzern, der global zu den technologischen Marktführern gehört. Seit 2017 ist das Unternehmen im Besitz des japanischen Telekommunikations- und Medienkonzerns Softbank, der sich am chinesischen Online-Kaufhaus Alibaba und dem amerikanischen Fahrdienstleister Uber beteiligt hat. Die Forschung zu Haushaltsrobotern begann jedoch bereits zuvor als Boston Dynamics noch dem Google-Mutterkonzern Alphabet gehörte.

Raibert gründete das Unternehmen 1992 durch eine Abspaltung vom renommierten Massachusetts Institute of Technology (MIT). Anfangs forschte und entwickelte Boston Dynamics ausschließlich für das US-amerikanische Militär, hat sich aber in den letzten Jahren den Ruf als eines der am weitesten fortgeschrittenen Robotik-Unternehmen der Welt erarbeitet.

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