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Computergestützte Bildverarbeitung beschleunigt in Krankenhäusern die Laborarbeit Automat nimmt Blutbild unter die Lupe

Eine der häufigsten Untersuchungen beim Menschen ist die des Blutbildes. Wird die Erstellung des so genannten Blutbildes heute noch in der Regel manuell durchgeführt, könnten automatische Bildanalysesysteme die Laborkräfte künftig entlasten.
  • Martin Greive

DÜSSELDORF. Eine der häufigsten Untersuchungen beim Menschen ist die des Blutbildes. Die verschiedenen Blutzellen übernehmen im Organismus viele lebenswichtige Aufgaben. Veränderungen der Blutbildwerte können daher Hinweise auf die möglichen Ursachen einer Erkrankung geben. Wird die Erstellung des so genannten Blutbildes heute noch in der Regel manuell durchgeführt, könnten automatische Bildanalysesysteme die Laborkräfte künftig entlasten. Der schwedische Hersteller Cellavision hat einen Automaten entwickelt, mit dem die Untersuchung der Blutproben nicht nur schneller, sondern auch zuverlässiger durchgeführt werden kann. An einer ähnlichen Technik arbeitet auch das Fraunhofer Institut für Integrierte Schaltungen in Erlanger (IIS).

Im Mittelpunkt steht ein Mikroskop, das mit einem digitalen Bildverarbeitungssystem gekoppelt ist. Die Mitarbeiter im Labor präparieren dünne Glasplättchen mit dem Blut des Patienten und stecken diese in das Magazin des Analysegeräts. Von da an läuft alles automatisch: Die Digitalkamera blickt wie ein menschliches Auge durch das Vergrößerungsgerät und die Bildauswertesoftware im Computer sucht eine Stelle, an der möglichst viele Blutzellen zusammenliegen, denn für die Erstellung eines so genannten Differenzialblutbildes müssen mindestens 100 Leukozyten (weiße Blutzellen) unter die Lupe genommen werden. Die Software stuft die weißen Blutzellen je nach Zustand in bis zu zwölf verschiedene Klassen ein. Unterscheidungsmerkmale sind etwa Größe, Form oder Farbe einer Zelle. Anhand der Zelleneinteilung stellt der Arzt dann seine Diagnose.

Die am Mikroskop angebrachte Digitalkamera fotografiert die Zellen, die auf einen Bildschirm übertragen werden. Wenn die Analyse des Blutbildes abgeschlossen ist, kontrollieren die Mitarbeiter im Labor die Arbeit des Systems und speichern die Daten im Labor-Informationssystem.

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