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Einzelhandel Wenn der Roboter beim Einkauf hilft

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Furcht um Arbeitsplätze
Verkaufsroboter Paul wird bei Media-Saturn bereits testweise eingesetzt. Quelle: obs/Accor Hotellerie Deutschland GmbH
Stars auf der Fläche

Verkaufsroboter Paul wird bei Media-Saturn bereits testweise eingesetzt.

(Foto: obs/Accor Hotellerie Deutschland GmbH)

Ein bisschen Smalltalk und lustige Spiele kommen bei den Besuchern also gut an. Um aber einen echten Mehrwert im Einzelhandel zu bieten, müssen Roboter noch einiges lernen. Ein bisher noch sehr aufwendiges Unterfangen: Einen Roboter „einzuarbeiten“, das dauert. Media-Saturn-Roboter Paul zum Beispiel muss seine Arbeitsumgebung erst einmal genau kennenlernen. Um Kunden zu gesuchten Artikeln zu bringen, müssen Mitarbeiter die Position jedes einzelnen Artikels manuell in den Roboter eingeben. Ein Aufwand, um den sich bald ein weiterer Roboter kümmern soll, der allerdings vom Fraunhofer-Institut noch entwickelt werden muss.

Bei so vielen von Robotern übernommenen Aufgaben stellt sich unweigerlich die Frage, was da noch für die menschlichen Arbeitskräfte übrig bleibt. Studienleiter Meyer sieht aber keine Jobs in Gefahr: „In den Läden wird Pepper den Verkäufer nicht ersetzen, weil ihm einfach diverse Fähigkeiten und Eigenschaften eines Menschen fehlen“, sagt er. Vielmehr können sich die Verkaufsberater durch die Hilfe der Roboter noch intensiver um die persönliche Kundengespräche kümmern.

Verbraucher mit einfachen Fragen, die nach Angaben von elaboratum rund 80 Prozent ausmachen, können sich an den Roboter wenden. Weiß dieser nicht weiter, ruft er einen menschlichen Kollegen dazu, wie Paul es bereits seit einem Jahr tut. Den Mitarbeitern kostet er also nicht den Job, den Händler allerdings eine stattliche Summe in Höhe der eines Mittelklassewagens. Doch die Investition kann sich rechnen.

So hat die Feldstudie zum Beispiel gezeigt, dass Roboter weitaus öfter ehrliche Kritik empfangen als die menschlichen Kollegen. Jeder zweite der 257 Befragten Kunden aus Stuttgart würde schlechte Kritik – zum Beispiel am Angebot, dem Service oder Sauberkeit im Laden – eher einem Roboter als einem Menschen gegenüber äußern. Ein psychologischer Vorteil der Maschine, der Händler zu Verbesserungen im Sinne der Kunden antreiben könnte. Weitere Chancen bestehen allerdings gerade in der menschlichen Anmutung des getesteten Verkaufsassistenten.

Entwickelt wurden sowohl Paul als auch Pepper eigentlich als Assistenz für die Pflege, zum Beispiel von Senioren. Sie können Mimik und Stimmlage interpretieren und entsprechend reagieren. Trotzdem empfand nur jeder fünfte der Befragten ein Gespräch mit dem Droiden als persönlich. Eine menschliche Beratung bleibt also unabdingbar. Obwohl die Begeisterung allgemein groß war, sind den Verbrauchern die Fähigkeiten des Roboters noch nicht bewusst.

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1 Kommentar zu "Einzelhandel: Wenn der Roboter beim Einkauf hilft"

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  • Alle Reden vom Klimawandel und davon, den Energieverbrauch zu senken.

    Gleichzeitig werden wir mit vollkommen nutzlosen und überflüssigen Gimicks überschüttet, die selbstverständlich alle Strom benötigen.

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