Elektromobilität Mit Muskelkraft zu besseren Batterien

Damit die hochgesteckten Ziele bei der Elektromobilität keine Luftschlösser bleiben, müssen die Batterien besser werden. Dafür lässt ein Würzburger Forschungsinstitut seine Mitarbeiter in die Pedale treten.
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Pedelec-Testfahrer des Fraunhofer-Instituts für Silicatforschung ISC in Würzburg. Das Institut forscht in einem Feldversuch an Batterien für Elektrofahrräder, um die Leistungsfähigkeit der Speicher zu verbessern. Quelle: dpa

Pedelec-Testfahrer des Fraunhofer-Instituts für Silicatforschung ISC in Würzburg. Das Institut forscht in einem Feldversuch an Batterien für Elektrofahrräder, um die Leistungsfähigkeit der Speicher zu verbessern.

(Foto: dpa)

WürzburgWer den Kraftspeicher für grünen Strom in seine Einzelteile zerlegt, hält schließlich einen dünnen schwarzen Streifen in der Hand, der an eine alte Filmrolle erinnert. Wie mit einem Dosenöffner wickelt die Chemietechnikerin Elena Fleder die metallene Hülle der Batterie ab, ihre Hände in den Handschuhen einer luftleeren Laborbox.

„Wir zerlegen die Batterien in ihre einzelnen Komponenten - Anode, Kathode, Elektrolyt. So können wir zum Beispiel untersuchen, ob ein Bestandteil schneller altert als die anderen oder ob die Komponenten gut zueinander passen“, erklärt Jana Müller.

Von diesen Bikes träumen Fahrrad-Fans
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Specialiced S-Works McLaren Venge:

Eigentlich kennt man den Namen der britischen Motorsport-Manufaktur McLaren ja aus der Formel 1. Doch die Ingenieure und Techniker bauen auch scharfes Zweirädriges, dass durch den Straßenverkehr schneidet, wie ein heißes Messer durch die Butter. Diese reinrassige Rennmaschine wurde im Frühjahr 2011 präsentiert, Matt Goss gewann darauf den Klassiker Mailand - San Remo. Jedes Detail des Karbonrads wurde kompromisslos auf Speed getrimmt, das hat seinen Preis: 14.999 Euro für die von McLaren nochmals gewichtsreduzierte und versteifte Variante des Venge. Dafür bekommt man genau 6,4 Kilo Rad.

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e-GOist RS:

Hasip Girgin war viele Jahre Assistant Chief Designer bei Mazda Europe. Jetzt kann man sich von ihm in Handarbeit ein sehr individuelles Hight-Tech-Bike bauen lassen. Das e-GOist RT, oder die hier abgebildete RS-Version. Gemeinsam sind Sport- und Tourenmodell die auffälligen Lederapplikationen, und die fast unsichtbare Integration des Akkus ins Zentralrohr des Rahmens. Die Technik des rund 11 Kilo schweren Rads kommt ganz überwiegend von Campagnolo, superleichtes Titan findet sich an Rahmen, Gabel, Vorbau, Lenker, Speichen, und Schrauben.

Unter dem 60 Gramm leichten Manufaktursattel zeigen handbemalte Schriftzüge, Seriennummer und Kundeninitialen ein wenig Besitzerstolz. Der 250 Watt starke Hinterradnabenmotor schafft eine Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h und 30 km Reichweite. Mit ultraleichten Schläuchen und Rennradreifen ausgestattet ist der Preis nur noch eine Sache der individuellen Lederwahl, - und der persönlichen Anfrage.

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Schindelhauer ThinBike:
Das gefällt uns so gut an dem reinweißen Kettenriemen-Rad, das es sich dünne macht. Dank besonderer Klappmechanismen werden die Pedale und der Lenker des Alu-Velos einfach platzsparend eingeschlagen. Als puristisches Urban Bike mit 24 Zoll verfügt es über eine spezielle 2-Gang-Automatik-Getriebenabe. Über 15 km/h schaltet es automatisch einen Gang höher, bzw. unter 15 km/h wird ohne Betätigung eines Hebels zurückgeschaltet.

Wer damit leben kann, darf sich einzig und allein auf den Verkehr konzentrieren. Schönes Detail: In die Sattelstütze sind fünf rote LED-Rücklichter integriert. Preis: 1.150 Euro.

PG BlackBraid
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PG BlackBraid:
Dass es nicht für den reinen Wettbewerb optimiert wurde, verrät der Single-Speed-Riemenantrieb des futuristischen Rads von PG Bikes. Durch den Einsatz geflochtener Kohlefaser bei einem einzigartigen Rahmendesgin mit einer einzigen Sitz- und Kettenstrebe entsteht ein Gewicht von nur 5 Kilo. Zum Vergleich: Das Rad, mit dem Bradley Wiggins 2012 die Tour de France gewann, wog rund 7 Kilo. Preis: Auf Anfrage.

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Creme Vinyl Dopio

Für immer mehr urbane Radfahrer heißt es : „Weniger ist mehr“. Traditionelle Materialien wie Stahl, Chrom und Leder lassen den Retrokult der Rennrad-Tradition wieder aufleben. Schlichte und traditionsbewusste Räder überzeugen ihre Besitzer mit klassischen Linien. So auch das Creme Vinyl Dopio. Der Rahmen des Rades besteht aus einem doppelt konifizierten Stahlrohrsatz von Tange, der Sattel ist der Klassiker Rolls von Selle San Marco. Gesamtgewicht liegt bei 10,1 Kilogramm, der Preis bei 699 Euro.

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Specialized S-Works Tandem

Specialized hat ein Tandem Konzeptrad entwickelt, das einige Besonderheiten in sich vereint. Der vordere Fahrer hat zwar kein Kettenblatt, aber Pedalarme, die aus dem Tretlager ragen. Die Verbindung der beiden Kurbeln verläuft im Rahmen und wird über eine Antriebswelle gelöst. Außerdem sind alle Kabel im Rahmen verlegt. Selbst der Tacho ist plan im Rahmen integriert. Die Sattelstütze und der Sattel sind ungewohnt am Stück montiert.

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Strida LT

Klappräder sind absolut im Trend, um zum Beispiel im städtischen Berufsverkehr schneller zwischen Bus- und Bahnwechseln von A nach B zu kommen. Daher ist die Dauer des Faltvorgangs ein starkes Kriterium. Beim Strida LT dauert das Falten - allerdings ohne das Einklappen von Lenker und Pedale - gerade einmal drei Sekunden. Dann kann man es bereits bequem platzsparend weiter schieben. Testberichten zufolge ist der auffällige, dreieckige Rahmen komfortabel. Der Fahrer sitzt erstaunlicherweise wie maßgeschneidert aufrecht auf dem Fahrrad. Ein Gang am Fahrrad ermöglicht eine Geschwindigkeit von 17km/h bis etwa 22km/h. Das Rad kostet circa 500 Euro.

Die 29-jährige Physikerin leitet beim Fraunhofer-Institut für Silicatforschung in Würzburg einen auf zwei Jahre angelegten Feldversuch mit Batterien für Elektrofahrräder. 19 Testfahrer, die meisten Mitarbeiter des Instituts, setzen sich dafür beim Weg zur Arbeit aufs Pedelec – ein Fahrrad, bei dem ein Elektromotor den Fahrer beim Strampeln unterstützt.

Die dabei gesammelten Daten und die regelmäßige Untersuchung der Batterien sollen helfen, die Leistungsfähigkeit der Speicher zu verbessern. „Die Ergebnisse sind nicht nur für Pedelec-Batterien relevant, sondern auch für die Entwicklung von Batterien von Elektroautos“, sagt Institutssprecherin Marie-Luise Righi.

Batterien sind ein Schlüssel für die Energiewende. Im großen Stil könnten sie Schwankungen bei der Produktion grünen Stroms ausgleichen. Beim elektrischen Straßenverkehr sind sie sogar noch wichtiger: Ohne sie fährt kein E-Auto; ihre Leistungsfähigkeit bestimmt die für die Vermarktung kritische Reichweite.

Bis 2020 sollen eine Million E-Autos in Deutschland unterwegs sein, die sich entweder komplett oder als Hybridmotor mit einem Stecker aufladen lassen. Laut Kraftfahrtbundesamt gab es Anfang 2013 gerade 7114 reine Elektroautos plus 65.000 Hybridfahrzeuge. Bei Fahrrädern dagegen boomt Elektro. Nach Angaben des Zweirad-Industrieverbands waren Mitte vergangenen Jahres schon mehr als 1,3 Millionen Elektrofahrräder auf deutschen Straßen unterwegs.

Datenerfassung per Smartphone-App
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2 Kommentare zu "Elektromobilität: Mit Muskelkraft zu besseren Batterien"

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  • Die neuen e-Bikes und Pedelecs werden immer schicker und sportlicher und leichter....
    Es gibt auch eine Marktübersicht - www.ebike-base.de - die haben schon viele neue Modelle zum stöbern.

  • Was soll ich mit so einem Opa-Fahrrad, frage ich, obwohl ich auf die 60 zugehe? Wenn der Akku leer ist, bleibt eine unhandliche, bleischwere, nutzlose "Kiste" übrig.

    " „E-Fahrräder wiegen derzeit rund 30 Kilogramm. Da ist es ärgerlich, wenn der Akku mal ausfällt.“"
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    Sorry, aber da lobe ich mir meinen alten Randonneur, mit dem ich ein Tempo vorlege, von dem ein E-Bike-Fahrer nur träumen kann: Tempo 30 Dauergeschwindigkeit und wo man'
    s bergab auch mal laufen lassen kann bis über 70 km/h...
    http://www.adfc.de/pedelecs/recht/rechtliches-fuer-pedelec-fahrer

    Auch eine Reichweite von 25 km ist ein Witz, wenn man überlegt, daß man auf einem guten Randonneur Tagesstrecken von 100 km locker bewältigt.
    Für die Tour zum Brötchen holen mag ein Pedelec ja taugen, aber darüber hinaus? Baaah!

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