Energiespeicher MIT-Forscher entwickeln den (fast) perfekten Akku

Einen neuartigen Akku haben Forscher vom Massachusetts Institute of Technology und von Samsung entwickelt. Er kann mehr Energie speichern und arbeitet auch bei niedrigen Temperaturen zuverlässig.
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„Man kann ihn gegen die Wand werfen, einen Nagel hineinschlagen – da brennt nichts.“ (Foto: Yan Wang/MIT)
Kristallgitter des festen Elektrolyten

„Man kann ihn gegen die Wand werfen, einen Nagel hineinschlagen – da brennt nichts.“ (Foto: Yan Wang/MIT)

BerlinHaltbarer, sicherer, günstiger: Forscher des Massachusetts Institute of Technology (MIT) und von Samsung haben einen Akku mit einem festen Elektrolyten entwickelt, der viele Nachteile herkömmlicher Akkus umgeht. Dazu haben die Forscher um Yan Wang und Gerbrand Ceder den flüssigen organischen Elektrolyten, der in den meisten Akkus genutzt wird, durch einen festen ersetzt.

Für ihre Neuentwicklung suchte die Wissenschaftler zunächst nach Faktoren, die eine effiziente Ionenleitung in Festkörpern ausmachen. Herausgekommen ist ein Gemisch aus Lithium, Germanium, Phosphor und Schwefel. Aber auf der Basis der Ergebnisse, die sie gewonnen haben, sollen sich noch effizientere Materialien herstellen lassen, sagen die Forscher.

„Es gab die Ansicht, dass Feststoffe nicht schnell genug leiten können“, sagt Ceder. Das habe sich als nicht richtig herausgestellt. Feste Elektrolyte eröffneten ganz neue Möglichkeiten: Sie machten Akkus günstiger undlanglebiger. Die Akkus verlören auch nach vielen Ladezyklen praktisch keine Kapazität – und seien vor allem sicherer.

Die Akkubrände in der Boeing 787 Dreamliner oder beim Elektroauto Model S von Tesla Motors seien auf den flüssigen Elektrolyten zurückzuführen, so der Forscher. Ein Akku mit einem festen Elektrolyten habe solche Probleme nicht: „Man kann ihn gegen die Wand werfen, einen Nagel hineinschlagen – da brennt nichts.“

Kein Vorheizen nötig
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