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Erdgeschichte   So endete die Herrschaft der Superkrokodile

Nach dem Ende der Dinosaurier beherrschten riesige Krokodile die Erde. Doch auch das Zeitalter der mächtigen Panzerechsen fand schließlich sein Ende. Forscher haben jetzt die Gründe dafür entschlüsselt.
28.09.2015 - 10:36 Uhr
Zwölf Meter Länge und acht Tonnen Gewicht haben dem urzeitlichen Krokodil den englischen Spitznamen SuperCroc eingetragen.
Sarcosuchus imperator

Zwölf Meter Länge und acht Tonnen Gewicht haben dem urzeitlichen Krokodil den englischen Spitznamen SuperCroc eingetragen.

Heidelberg Verglichen mit Sarcosuchus imperator wirken die meisten der heute noch lebenden Krokodile wie Schoßhündchen: Selbst die großen Leistenkrokodile Australiens reichen nicht an die zwölf Meter Länge und acht Tonnen Gewicht heran, die dem urzeitlichen Krokodil den englischen Spitznamen SuperCroc eingetragen haben.

Und Sarcosuchus imperator war nur eine von sehr vielen Arten, die während der Kreide- und Jurazeit existierten und die selbst noch das Massenaussterben vor 66 Millionen Jahren überlebten, das die Dinosaurier völlig auslöschte. Heute überleben weltweit dagegen nur noch 23 Arten, von denen mehrere stark bedroht sind.

Philip Mannion vom Imperial College in London und seine Forschungsgruppe wollten wissen, welche Veränderungen in der Erdgeschichte die einst so erfolgreiche Reptiliengruppe letztlich dann doch dezimierte. Dazu verglichen die Forscher den kompletten Fossilienbestand der Krokodilartigen und der gegenwärtigen Vertreter mit Klimadaten der Erdgeschichte.

Daraus ergaben sich mehrere einschneidende Ereignisse während der letzten Jahrmillionen, die letztlich die Artenvielfalt dezimierten. In den nördlichen Breiten sorgten sinkende Temperaturen zu Beginn des Eiszeitalters dafür, dass viele Spezies ausstarben: Krokodile sind ektotherm, sie können also ihre Körpertemperatur nicht selbst regulieren wie beispielsweise Säugetiere – Kälte brachte ihnen also den Tod.

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    In Afrika verschwanden vor rund zehn Millionen Jahren zahlreiche Spezies, als sich die Sahara auf Kosten der damals vorhandenen ausgedehnten Feuchtgebiete ausbreitete. Dagegen sorgte die Entstehung der südamerikanischen Anden für das Ende der meisten Spezies, die damals im Amazonasbecken vorkamen: Der Gebirgszug sorgte dafür, dass die Megasümpfe der Region entwässert wurden.

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