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Erfolg mit deutscher Technik Lebenselixier Wasser

Der Mars-Roboter „Opportunity“ habe eindeutige Belege dafür gefunden, dass auf dem Planeten in früheren Zeiten Wasser floss oder sich dieses an bestimmten Stellen gesammelt habe, teilte die Nasa am Dienstag mit. „Opportunity ist in einem Gebiet gelandet, in dem es einst Wasser im Überfluss gab“, sagte Nasa-Mitarbeiter Ed Weiler auf einer Pressekonferenz. Überdies wäre dieses Gebiet eine günstige Umgebung für Leben gewesen.
Ein Blick auf den Mars. Foto: dpa

Ein Blick auf den Mars. Foto: dpa

HB WASHINGTON. „Opportunity“ ist einer von zwei Mars-Robotern der Nasa, die seit einigen Wochen die Marsoberfläche erkunden. Er war am 24. Januar in einem kleinen Krater auf der Ebene Meridiani Planum in der Nähe des Mars-Äquators gelandet. Die untersuchten Gesteinsformationen und der hohe Salzgehalt in dem Gebiet lassen den Wissenschaftlern zufolge lassen nur einen Schluss zu: Auf dem Planeten floss einst Salzwasser. „Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass diese Felsen von Wasser bedeckt waren“, sagte Nasa-Wissenschaftler Steve Squyres. „Es veränderte ihre Textur und ihre chemische Zusammensetzung.“ Squyres betonte, zu der lange erhofften Entdeckung habe auch das deutsche Mößbauer-Spektrometer an Bord des Rover beigetragen.

Ein Riesenerfolg für die Weltraumforschung

Nasa-Chefwissenschaftler Ed Weiler nannt die Mars-Missione einen Riesenerfolg. Ziel aller Marsforschungen sei die Beantwortung der ewigen Frage, ob es Leben auf dem Mars gab. „Die heutigen Ergebnisse sind ein riesiger Schritt auf dem Weg, dieses langfristige Ziel zu erreichen“, sagte Weiler. Bei einer künftigen unbemannten Mars-Expedition sollen Gesteinsproben auf die Erde gebracht werden. Zudem will die Nasa nun mit den Vorbereitungen beginnen, um Menschen auf den Mars zu schicken.

Viel Lob für deutsche Wissenschaftler

Weiler würdigte bei der Pressekonferenz auch die anwesenden deutschen Wissenschaftler Göstar Klingelhöfer vom Institut für Anorganische und Analytische Chemie in Mainz und Ralf Gellert vom Institut für Anorganische und Analytische Chemie der Universität Mainz, die beide an der Entwicklung der deutschen Geräte im Rover beteiligt waren.

Der Mößbauer-Spektrometer Mimos II, der die Größe einer Cola-Dose hat, wurde an der Universität Mainz entwickelt. Er ermöglicht erstmals die direkte Untersuchung und Bestimmung der eisenhaltigen Gesteins- und Bodenproben vom Mars.

Der sechsrädrige Rover „Opportunity“ war Ende Januar in der Meridiani-Tiefebene gelandet. Sein Zwilling „Spirit“ war bereits drei Wochen zuvor angekommen und erforscht seitdem die andere Seite des Roten Planeten.

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