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Erste Daten empfangen Europäische Titan-Mission voller Erfolg

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Computersimulation der Huygens-Sonde auf dem Titan. Foto: ESA

Computersimulation der Huygens-Sonde auf dem Titan. Foto: ESA

Das Weltraum-Observatorium Green Banks im US-Bundesstaat West Virginia hatte ESA-Angaben zufolge seit dem späten Vormittag ein deutliches Funksignal der Raumkapsel empfangen. Das Signal bestätigte, dass Huygens erfolgreich arbeitete. Von der Erkundung des smogverhangenen Mondes verspricht sich die ESA neue Erkenntnisse über die Entstehung der Erde und des Lebens auf ihr.

Gespannt warten die Forscher auch auf die Messungen von Huygens, die erstmals Aufschluss über die Zusammensetzung der Atmosphäre und die Oberfläche des Mondes geben sollen. Vor allem wollen sie wissen, ob auf dem minus 180 Grad Celsius kalten Titan eine Art Ursuppe wie früher auf der Erde zu finden ist, die Leben ermöglichende Moleküle enthält.

Mit einem Durchmesser von 5150 Kilometern ist der Titan etwa halb so groß wie die Erde und damit der zweitgrößte Mond im Sonnensystem. Zugleich ist er der einzige, der eine Atmosphäre besitzt - mit Wolken, Wind und Wetter. Auf seiner Oberfläche gibt es wahrscheinlich sogar Seen, die allerdings aus flüssigem Methan bestehen dürften, dem Hauptbestandteil von Erdgas.

Huygens wurde im Oktober 1997 zusammen mit der Nasa-Sonde Cassini von Cape Canaveral gestartet. Die beiden Raumfahrzeuge trennten sich an Weihnachten. Huygens' Aufgabe ist mit der Erforschung des Saturnmondes erfüllt. Cassini, mit über zwei Milliarden Euro mehr als drei Mal so teuer wie Huygens, soll den Planeten dagegen mindestens noch viereinhalb Jahre lang umkreisen und dabei umfangreiche Messungen vornehmen.

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