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Esa-Mission zum Saturnmond erfolgreich Huygens findet Wind und Wetter

Die europäische Raumsonde Huygens hat nach ihrer erfolgreichen Landung auf dem Saturnmond Titan Hinweise auf Wettergeschehen gefunden. Missionsanalytiker Michael Kahn sagte am Samstag in Darmstadt, dies sei das wichtigste Ergebnis des Unternehmens.

Reuters DARMSTADT. Es bestätige die Vermutung, dass auf dem größten Saturnmond Bedingungen herrschten, die denen in der Frühzeit der Erde ähnelten. Nach der Landung hatte Huygens mit dem Mikrofon Windgeräusche aufgenommen.

Eine vorläufige Bewertung der Bilder, die die Kameras der Sonde aufgezeichnet hatten, zeige deutliche Anzeichen für Niederschläge und Flüsse. Auf einem Bild sei sogar so etwas wie eine Küstenlinie zu erkennen, sagte Kahn. Das deute auf Seen oder matschiges Gelände.

Bildergalerie: Aufnahmen vom Saturn-Mond Titan sowie vom Saturn

Weblog: Der Titan: einer von uns

Die Sensoren des Landegerätes registrierten nach Angaben der Wissenschaftler der Europäischen Raumfahrtbehörde (ESA) am Landeplatz einen weichen Boden, ähnlich nassem Sand oder Ton. Die Brocken an der Landestelle könne man als schmutziges Wassereis betrachten, das von Niederschlägen aus dem Dunst der Mondatmosphäre bedeckt sei.

Auf der orange-braunen Oberfläche von Titan fanden die Forscher auch Anzeichen für Bodennebel. Im dichten Dunst der Gashülle wurden Kohlenwasserstoffe gefunden, sowie längerkettige Moleküle aus Stickstoff, Kohlenstoff und Wasserstoff. „Dabei könnte es sich um primitive Vorstufen von Verbindungen handeln, wie sie in der Frühphase der Erde zu Aminosäuren - den Bausteinen des Lebens - geführt haben“, sagte Kahn. Weitere Untersuchungen sollen jetzt klären, ob auf dem Titan tatsächlich Substanzen zu finden sind, die auch in der Ursuppe vor vier Milliarden Jahren auf der Erde die Entwicklung des Lebens anleiteten.

Flüssiges Wasser, das als Voraussetzung für Leben gilt, gibt es auf dem Titan wegen der extremen Kälte von Minus 160 bis Minus 180 Grad Celsius nicht.

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