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Europäisches Shuttle vor dem Start Esa-Raumtransporter versorgt ISS

Die europäische Raumfahrt steht vor einer neuen Herausforderung: Die Weltraum-Organisation Esa schickt im Juli ihren neuen unbemannten Raumtransporter, das so genannte Automated Transfer Vehicle (ATV), zur Internationalen Raumstation ISS.
  • Anatol Johansen
Stück für Stück nähert sich der Transporter der Raumstation. Foto: Esa

Stück für Stück nähert sich der Transporter der Raumstation. Foto: Esa

HAMBURG. Der 18 Tonnen schwere und zehn Meter lange Transporter mit einem Durchmesser von knapp fünf Metern soll mit rund 7,5 Tonnen Fracht vollautomatisch andocken und – wenn alles reibungslos klappt – künftig die Versorgung der ISS übernehmen.

Der unbemannte Raumtransporter kommt gerade rechtzeitig, denn der technisch veraltete US-Raumtransporter Space Shuttle steht vor dem Aus. Von den ursprünglich fünf Raumfähren fliegen nach dem Absturz von Challenger und Columbia nur noch drei. Auch diese sollen nach einer Anordnung des US-Präsidenten Bush bis 2010 aus dem Verkehr gezogen werden.

Danach steht der Shuttle für die Versorgung der Internationalen Raumstation ISS (International Space Station) nicht mehr zur Verfügung. Dann könnten die Europäer in die Bresche springen. Die Esa führt derzeit letzte Tests durch. Im April soll der neue Transporter dann zum Startplatz in Kourou in Südamerika geflogen werden und im Juli auf einer europäischen Ariane-5 abheben.

An der Konstruktion des vollautomatischen Raumtransporters ist Deutschland maßgeblich beteiligt. Bei EADS in Bremen werden insgesamt sechs ATVs endmontiert und getestet. Dort wurde auch das mit nicht weniger als 28 verschiedenartigen Triebwerken ausgestattete anspruchvollste und komplizierteste Antriebssystem der gesamten bisherigen Raumfahrt entwickelt, mit dem der automatische Andockprozess an die ISS gelingen soll. Auch die Elektronik und Manövrier-Einrichtung ist „Made in Germany“.

Die Verknüpfung mit der Raumstation ist Millimeterarbeit: Schon in einer Entfernung von etwa 30 Kilometern und sechs Kilometer unterhalb der ISS fliegend, stellt der Transporter eine Funkverbindung mit der Raumstation her, mit der die genaue Position und Geschwindigkeit im Verhältnis zur ISS berechnet wird. Die Manöver zur weiteren Annäherung werden dann vom ATV selbst kalkuliert und vom Kontrollzentrum am Boden noch einmal überprüft. Die Steuerdaten bringen dann den Transporter mit Präzision auf die Umlaufbahn der ISS – und zwar genau hinter die Station.

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