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Explosionen im All Forscher rätseln über den „Weihnachtsblitz“

Weihnachten 2010 entdeckten Astronomen einen ungewöhnlichen Gammastrahlenausbruch. Zwei Forschergruppen haben das energiereiche Phänomen untersucht – und kommen zu sehr verschiedenen Erklärungen.
01.12.2011 - 14:18 Uhr 1 Kommentar
Kommt ein Komet oder Asteroid einem Neutronenstern zu nahe, können ihn die auftretenden Gezeitenkräften zerreißen, wie in dieser Illustration dargestellt. Quelle: A. Simonnet, NASA, E/PO, Sonoma State University

Kommt ein Komet oder Asteroid einem Neutronenstern zu nahe, können ihn die auftretenden Gezeitenkräften zerreißen, wie in dieser Illustration dargestellt.

(Foto: A. Simonnet, NASA, E/PO, Sonoma State University)

Heidelberg Weihnachten 2010 entdeckten Astronomen am Nachthimmel einen ungewöhnlichen Lichtblitz. Zwar erinnerte dieser an einen Gammastrahlenausbruch, wie sie im Schnitt einmal pro Tag auf der Erde registriert werden. Seine Eigenschaften passen allerdings zu keiner gängigen Theorie für solche Explosionen.

Der Gammastrahlenausbruch GRB 101225A dauerte mindestens eine halbe Stunde, während bei gewöhnlichen Exemplaren maximal wenige Minuten vergehen. Zudem verblasste das Nachglühen viel schneller als bei anderen Gammablitzen und wies überdies ein von der Norm abweichendes Energiespektrum auf.

Gleich zwei Forschergruppen versuchen sich nun darin, die Beobachtungen zu erklären – und kommen dabei zu sehr verschiedenen Ergebnissen. Sergio Campana und seine Kollegen vom Osservatorio Astronomico di Brera in Merate (Italien) wärmten ein bereits 1973 vorgeschlagenes Szenario auf.

Ein Komet oder Asteroid näherte sich demnach einem allein stehenden Neutronenstern auf weniger als 5000 Kilometer. Die gewaltigen Gezeitenkräftn des Sterns zerrissen den Ankömmling, ein Teil der Trümmer fiel auf die Oberfläche des Sterns, was zu dem beobachteten Strahlungsausbruch führte.

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    Der Rest sammelte sich in einer temporären Materiescheibe um den Neutronenstern, die ebenfalls Strahlung emittierte. Um die Daten zu reproduzieren, müsste es sich um einen 100 Millionen Milliarden Kilogramm schweren Himmelskörper – was etwa der Hälfte des Zwergplaneten Ceres entspricht – gehandelt haben, der einem Neutronenstern in der Milchstraße zu nahe kam.

    Zwei gute Theorien - leider ist eine davon falsch
    Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen
    1 Kommentar zu "Explosionen im All: Forscher rätseln über den „Weihnachtsblitz“"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Vielleicht war es nur der Kampfstern des Imperiums, der den Rebellenplaneten annihiliert hat....

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