Fast Radio Bursts Alien-Spekulationen um mysteriöse Radioblitze

Schnelle Radioblitze aus der Tiefe des Alls sind eines der größten Rätsel der Astronomie. Sie sind sehr kurz, aber extrem energiereich. Zwei Forscher halten es für möglich, dass sie von Aliens verursacht werden.
Mit Strahlungspulsen die Segel futuristischer Raumfahrzeuge antreiben - das wollen auch irdische Raumfahrt-Visionäre. Hier ein entsprechendes Konzept der Initiative Breakthrough Starshot, die unter anderem von dem Physiker Stephen Hawking ins Leben gerufen wurde.
Raumfahrzeug mit Sonnensegel

Mit Strahlungspulsen die Segel futuristischer Raumfahrzeuge antreiben - das wollen auch irdische Raumfahrt-Visionäre. Hier ein entsprechendes Konzept der Initiative Breakthrough Starshot, die unter anderem von dem Physiker Stephen Hawking ins Leben gerufen wurde.

HeidelbergSchnelle Radioblitze – extrem kurze, energiereiche Ausbrüche von Radiostrahlung – sind eines der heißesten ungelösten Rätsel der Astrophysik. Binnen weniger Millisekunden setzen sie die Energie von 500 Millionen Sonnen frei. Erst 17 dieser Strahlungsausbrüche wurden bisher von irdischen Instrumenten registriert, um ihre Entstehung ranken sich diverse Hypothesen.

Nun wagen sich die theoretischen Physiker Avi Loeb und Manasvi Lingam von der Harvard University aus der Deckung und bringen Außerirdische ins Spiel. Ein künstlicher Ursprung der seltsamen Signale sei zumindest überprüfenswert, schreiben sie.

Wie Stephen Hawking zu den Sternen reisen möchte
Raumschiffe zu anderen Sternen
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Mit Schützenhilfe des berühmten Physikers Stephen Hawking will Internetinvestor Juri Milner (l.) ein futuristisches Projekt zur Erforschung der Weiten des Alls starten. Ziel des Projekts Breakthrough Starshot sei es, Raumschiffe zum Sternensystem Alpha Centauri zu schicken, kündigte Milner am Dienstag an.

Sternsystem Alpha Centauri
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Alpha Centauri besteht aus drei Sternen und ist das der Sonne am nächsten gelegene Sternensystem – gut vier Lichtjahre entfernt. Die Distanz, die die Raumschiffe überwinden müssen, ist mehr als 2000 Mal so groß wie bei bisherigen Raumfahrtmissionen.

Raumschiff in Miniaturform
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Herzstück des geplanten Raumschifftyps ist der sogenannte Starchip, der alle wesentlichen Instrumente in Miniaturform enthält.

Sonnensegel als Antrieb
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Für den Antrieb soll ein großes Sonnensegel sorgen, das seine Energie...

Laser liefern die Energie
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...von Lasern auf der Erde erhält. Die Energie soll groß genug sein, um die Raumschiffe auf rund ein Fünftel der Lichtgeschwindigkeit zu beschleunigen.

Nach 20 Jahren am Ziel
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Ihr Ziel erreichen sollen die Raumschiffe in 20 Jahren, sagte Milner. Im Sternsystem Alpha Centauri könnten sie auf Planeten stoßen – und möglicherweise sogar auf Anzeichen von Leben. Zugleich würde das Projekt zeigen, dass Reisen zu anderen Sternen prinzipiell möglich sind. Bislang ist die Menschheit mit Raumschiffen nur bis an die Grenzen des eigenen Sonnensystems vorgestoßen.

Stephen Hawking
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„Wir verschreiben uns dem nächsten großen Sprung in den Kosmos“, sagte Hawking bei der Vorstellung des Projekts. „Denn wir sind menschlich und unserer Natur entspricht es zu fliegen.“

Anlass ihrer Überlegungen ist der Umstand, dass die Radioblitze anscheinend doch nicht so zufällig auftreten, wie es zuerst schien. Seit Mai 2015 sichteten Radioteleskope eine ganze Serie dieser Blitze, die aus einer einzelnen Quelle zu kommen scheinen: einer etwa drei Milliarden Lichtjahre entfernten Zwerggalaxie.

Womöglich, so Loeb, seien die Signale künstlich erzeugt und ihr Zweck gar nicht so mysteriös. Auch auf der Erde hat man nämlich bereits darüber nachgedacht, gezielt solche Strahlungspulse zu erzeugen – und zwar um Raumfahrzeuge mit Lichtsegeln anzutreiben. Entsprechende Pläne gibt es zum Beispiel bei der Nasa, aber auch private Unternehmen haben das Verfahren ins Auge gefasst, um Sonden zum Nachbarstern Alpha Centauri zu schicken.

Einen Transmitter zu bauen, der die beobachteten Blitze erklären könnte, sei physikalisch möglich. Um ein Lichtsegelschiff anzutreiben, müsse der Strahl kontinuierlich auf das Segel gerichtet sein. Doch wegen der Bewegung von Schiff und Quelle wäre der Strahl immer nur kurz auf uns ausgerichtet – auf der Erde sähe man deshalb nur eine Serie von kurzen Blitzen.

Die Frequenzverteilung der schnellen Radioblitze sei nahe der optimalen Frequenz für einen Lichtsegelantrieb, argumentieren Loeb und Lingam – und ihre Hypothese deswegen nicht von der Hand zu weisen. Die bisherigen Erklärungsmodelle, darunter dass Kollisionen von Neutronensternen oder Schwarzen Löchern diese Ereignisse verursachen, seien schließlich ebenfalls nur Spekulation. Ob sie damit ihre Kollegen überzeugen können, ist allerdings fraglich.

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