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Flug könnte sich um mehrere Wochen verschieben Technik-Panne verhindert Shuttle-Start

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Das Interesse am Shuttle-Start ist groß. Foto: dpa

Das Interesse am Shuttle-Start ist groß. Foto: dpa

Die Crew der „Discovery“

Beim ersten Shuttle-Flug nach dem „Columbia“-Absturz stehen die sieben Astronauten an Bord besonders im Rampenlicht. Die zwei Frauen und fünf Männer haben sich in den vergangenen zwei Jahren an den Rummel gewöhnt.

Das Kommando führt Eileen Collins (48), eine erfahrene Air-Force-Pilotin, die schon drei Mal im Weltraum war. Ihre Kollegen rufen sie „Mom“, weil sie sich wie eine Glucke um ihre Crew kümmert. „Ich fliege nichts, was nicht sicher ist“, sagt Collins, die aus Angst in keine Achterbahn steigt. Sie ist mit einem Piloten verheiratet und hat zwei Kinder im Alter von neun und vier Jahren.

Pilot James Kelly (41) hört als fast unschlagbarer Pokerspieler auf den Namen „Vegas“. Es ist sein zweiter Ausflug ins All. „Man muss sehr entschlossen sein, um sich nach einem Desaster vom Ausmaß des „Columbia“-Unglücks aufzurappeln und wieder ins All zu fliegen“, sagte er in einem Interview. Kelly hat vier Kinder.

Wendy Lawrence (46) heißt „Too Short“ (zu kurz), weil sie vor Jahren von der russischen Raumfahrtbehörde mangels drei Zentimetern Körpergröße für einen Einsatz in der Raumstation MIR abgelehnt worden war. Sie ist Helikopterpilotin und fliegt zum vierten Mal ins All. Für einen Trainingsfilm der Armee zu Überlebenstechniken demonstrierte sie, wie man einen Grashüpfer verspeist. „Flügel und Beine ab, den Rest mit einem Feuerzeug ansengen, um Bakterien abzutöten.“

Stephen Robinson (49) spielt in der Freizeit Bassgitarre in der Astronautenrockband Max Q und trägt deshalb den Spitznamen „Stevie Ray“. Er ist mit zwei vorherigen Weltraumstarts ebenfalls ein alter Hase im All und für die Weltraumausstiege vorgesehen. „Wir müssen wieder fliegen, der Steuerzahler erwartet das“, meinte der Junggeselle trocken.

Andrew Thomas (53), Australier, ist Weltraumveteran und verbrachte schon mal fünf Monate an Bord der MIR. Im „Discovery“-Team war er unter anderem für die Musikauswahl an Bord zuständig („Beethoven, Bach und Beatles“). „Ich will Musiker werden, wenn ich erwachsen bin“, sagte er vor dem Start. Er hat im Frühjahr eine Astronautin geheiratet.

Charles Carmada (52) ist All-Neuling. Der New Yorker ist im Team für sein freches Mundwerk berüchtigt. Der Thermal-Ingenieur hat entscheidend zur Verbesserung des Hitzeschildes der Shuttle beigetragen. „Ich habe mir diesen Flug nicht ausgesucht“, sagte er. „Aber wenn ich mir einen hätte aussuchen können, wäre es dieser gewesen.“ Carmada hat eine erwachsene Tochter und drei Stiefkinder.

Soichi Noguchi (40) ist auch noch nie im All gewesen. Er ist einer von acht japanischen Astronauten und der fünfte, der fliegt. In Japan wird er wie ein Rockstar gefeiert. „Es ist die Herausforderung wert, um den Weltraum weiter zu erforschen“, sagte er. Noguchi hat drei kleine Töchter.

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