Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Flugschreiber Das fliegende Gedächtnis mit Schwächen

Tagelang gab es Gezerre um die Flugschreiber des über der Ukraine abgeschossenen Flugs MH17. Wäre die Black Box an Bord technologisch nicht so rückständig, hätten die Daten anders ausgewertet werden können.
3 Kommentare
Pressekonferenz am Dienstag zur Übergabe der Flugschreiber durch Separatisten an Malaysia. Quelle: AFP

Pressekonferenz am Dienstag zur Übergabe der Flugschreiber durch Separatisten an Malaysia.

(Foto: AFP)

Düsseldorf/BerlinDie Übergabe des Flugschreibers der über der Ostukraine abgeschossenen Boeing 777 von Malaysia Airlines (MH17) hat den Separatisten einen PR-Termin beschert. Öffentlichkeitswirksam konnten sie als vermeintlich großzügige Geste inszenieren, was eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein sollte: Die Sicherstellung von Beweisstücken rund um einen Absturz.

Ein Grund für das Gezerre: Viele Daten über die Flugbewegungen und die Gespräche im Cockpit sind eben nur an Bord eines Flugzeuges vorhanden. Der Hersteller Honeywell ist sich zumindest sicher, dass die Daten den Absturz überlebt haben. „Wir haben intern die G-Kräfte des Aufschlags berechnet und glauben, dass das Material den Absturz überlebt hat“, sagte ein Manager des Flugschreiber-Herstellers Honeywell zu einer US-Zeitung.

Wie sinnvoll es ist, auch in Zeiten von Satellitentechnik noch auf eine Black Box zu vertrauen, wurde auch nach dem Unglück von Flug MH370 wieder neu diskutiert, der seit dem Jahresanfang vermutlich im Indischen Ozean verschollen ist. Technisch wäre es kein Problem, Verkehrsflugzeuge so umzurüsten, dass sie mittels Satellitentechnik die heute noch in der Black Box gesammelten Daten während des Fluges direkt an eine Kontrollstelle weiterleiten.

Diese Livestream-Datenübertragung würde die internationalen Fluggesellschaften laut einer Schätzung des US-Bordelektronikherstellers L-3 etwa 300 Millionen Dollar (216 Millionen Euro) pro Jahr kosten. Neben diesen Kosten müssten zudem die riesigen Datenmengen bewältigt werden, die dabei anfallen würden.

Dem steht ein vergleichsweise geringer Bedarf gegenüber: Nur verschwindend wenige Flugzeuge bleiben wirklich auf Dauer verschollen. Da sich aus den Daten der geborgenen Flugschreiber in aller Regel die Ursachen eines Flugzeugunglücks mit hoher Genauigkeit ermitteln lassen, wäre eine technische Überholung auch mit Blick auf die MH17-Katastrophe angemessen.

Die US-Verkehrssicherheitsbehörde hatte nach dem Verschwinden von MH370 mitgeteilt, dass es bereits Arbeitsgruppen gäbe, um zu definieren, welche Daten in welchem Volumen sinnvollerweise übertragen werden müssten. Eine Ausrüstung mit entsprechenden Systemen dürfte Branchenvertretern zufolge etwa 100.000 Dollar pro Flugzeug kosten.

Was können die Rekorder an Bord
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen

3 Kommentare zu "Flugschreiber: Das fliegende Gedächtnis mit Schwächen"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Schwachsinn, dann hätten die russischen Schergen doch nicht so lange mit diesen Boxen herumgespielt.

  • Das glauben die, die nicht wissen, dass die Ukraine mit Hilfe der amerikanischjen söldner die Maschine abgeschossen haben.

  • Die Blackboxes waren tagelang "verschwunden". Entschuldigung, aber wer glaubt noch auf diesem Planeten das da nicht rummanipuliert wurde?

Serviceangebote