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Forscher entwickeln Ultraschalltest für Parkinson

Mit einem Ultraschalltest wollen Mediziner künftig Parkinson-Erkrankungen feststellen. Forschern des Hertie-Instituts für klinische Hirnforschung Tübingen sei es gelungen, ein typisches Merkmal der Krankheit per Ultraschall nachzuweisen, teilte die Universität Tübingen am Dienstag mit.
Muhammad Ali Quelle: dpa

Eines der prominentesten Parkinson-Opfer ist die Boxlegende Muhammad Ali (Archivbild vom 6.7.2005).

(Foto: dpa)

dpa TüBINGEN. Mit einem Ultraschalltest wollen Mediziner künftig Parkinson-Erkrankungen feststellen. Forschern des Hertie-Instituts für klinische Hirnforschung Tübingen sei es gelungen, ein typisches Merkmal der Krankheit per Ultraschall nachzuweisen, teilte die Universität Tübingen am Dienstag mit.

Dafür erhält das Team von Daniela Berg den mit 105 000 Dollar dotierten Preis der Michael-J.- Fox-Stiftung des an Parkinson erkrankten US-Schauspielers. Mit dem Geld wollen die Forscher unter anderem herausfinden, ob ein Arzt, der einen Patienten nicht kennt, allein anhand des Ultraschallbefunds die Diagnose Parkinson stellen kann.

Eine Parkinsonerkrankung lässt sich bislang weder mit einem Kernspin- noch einem Computertomographen diagnostizieren. Den Tübinger Forschern gelang es jedoch, per Ultraschall in der Substantia nigra genannten Region des Hirnstamms von Parkinsonpatienten eine Veränderung festzustellen. Unter anderem die Eisenablagerungen der erkrankten Zellen seien auf einem Ultraschallbild zu sehen, sagte Berg. Der Tod der Nervenzellen im Hirnstamm führt zu den für die Schüttellähmung typischen motorischen Problemen.

In Deutschland leiden zurzeit rund 250 000 Menschen an Parkinson. Die Krankheit tritt vor allem im Alter auf. 1,5 Prozent der 55- Jährigen sind davon betroffen, bei den 75-Jährigen sind es 3,5 Prozent.

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