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Forschung Stammzellforscher Schöler: Neuere Zelllinien unverzichtbar

Der Münsteraner Biologe Prof. Hans Schöler fordert eine Änderung der Stichtagsregelung für den Import menschlicher embryonaler Stammzellen nach Deutschland.
Hans Schöler Quelle: dpa

Der Zell- und Entwicklungsbiologe Hans Schöler ist Direktor des Max-Planck-Instituts für molekulare Biomedizin in Münster.

(Foto: dpa)

dpa MüNSTER. Der Münsteraner Biologe Prof. Hans Schöler fordert eine Änderung der Stichtagsregelung für den Import menschlicher embryonaler Stammzellen nach Deutschland.

„Die vor dem 1. Januar 2002 gewonnenen Stammzellen sind einfach nicht gut genug, um an ihnen die anstehenden biologischen und medizinischen Fragen zu beantworten“, sagte der Direktor am Max-Planck-Institut für molekulare Biomedizin im Interview der Deutschen Presse-Agentur dpa. Mitte Februar will der Bundestag über eine Verschiebung oder Aufhebung des Stichtags debattieren. Derzeit dürfen deutsche Wissenschaftler unter strengen Auflagen nur solche embryonalen Stammzellen für Forschungszwecke importieren, die vor dem 1. Januar 2002 gewonnen wurden.

„Die jetzige Stichtagsregelung drückt ein abgrundtiefes Misstrauen gegen uns Wissenschaftler aus“, kritisierte Schöler. „Das ist ganz und gar nicht gerechtfertigt!“ Selbst wenn man in Zukunft ohne embryonale Stammzellen auskommen wolle, seien diese Zellen eine Zeit lang für die Forschung unverzichtbar. Unter den gegenwärtigen Bedingungen könne seine Gruppe beispielsweise nicht überprüfen, ob und wie weit sich die Erkenntnisse aus der Arbeit mit embryonalen Mäusestammzellen auf den Menschen übertragen lassen. „Mir geht es zunächst mal um das Verstehen molekularer Strukturen und Zusammenhänge“, erläuterte Schöler, der zu den führenden deutschen Stammzellforschern gehört. „Aber wenn man auf diesem Weg dann irgendwann Menschen helfen kann, ist das schon ein zusätzlicher Ansporn.“

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