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Griechische Sicherheitsbehörden fahnden in Datenbanken Suchsoftware unterstützt Ermittler

Die griechischen Sicherheitsbehörden arbeiten mit Hochdruck am Aufbau eines Systems, mit dem die Olympischen Spiele im August in Athen vor Terroristen geschützt werden sollen. Dabei setzen die Behörden auch auf IT-Unterstützung.
  • Lars Reppesgaard (Handelsblatt)

HB DÜSSELDORF. So hoffen die Sicherheitskräfte mit Hilfe einer Analysesoftware des britischen Anbieter Autonomy frühzeitig Informationen über eine Terrorgefahr aus weltweiten Datenbanken fischen zu können. Das Programm ist Teil der Sicherheitsinfrastruktur, die das US-Unternehmen Science Applications International Corporation (SAIC) in diesem Monat übergeben wird.

Dass Sicherheitsbehörden und ihre Dienstleister Software nutzen, um eine Vielzahl von TV- und Radiosendungen rund um die Uhr im Auge zu behalten, gehört heute ebenso zum Ermittlungs-Alltag wie der Einsatz von Auswertungsprogrammen bei der Überwachung des E-Mail-, Internet- und Telefonverkehrs. „Angriffe von Terroristen sind unerwartet und die Hinweise auf einen potenziellen Angriff müssen aus vielen kleinen Informationen aus einer Vielzahl unspezifischer Quellen gewonnen werden“, erklärt Autonomy-Gründer Mike Lynch. Ohne eine Suchmaschine, wie der von Autonomy, würden die Ermittler in der Flut der Daten ertrinken, die durch das weltweite Abhören und Mitschneiden entstehen.

Nach etlichen Zukäufen kleiner Spezialfirmen verfügt das 1996 gegründete Unternehmen über Know-how zur Sprach-, Video- und Bilderkennung und kann weltweit das umfassenste Überwachungssystem bieten, eine Art Rundum-Sorglos-Paket mit Fähigkeiten, um die George Orwells „Big Brother“ die griechische Regierung beneiden würde. „Etwas zu finden, wonach man sucht, ist einfach. Wir helfen, Dinge zu finden, von denen man nicht ahnte, dass sie eine Bedeutung haben“, sagt Ian Black, Managing Director von Aungate, der Analysesoftware-Abteilung des britischen Softwarehauses. SMS- und E-Mail-Texte, mitgeschnittene Telefonate oder Nachrichtensendungen, aber auch Kundendatensätze oder Bilder aus Überwachungskameras sind das Futter, aus denen Autonomy Muster generiert. „Wir helfen dabei, die Ausnahme von der Regel zu entdecken“, sagt Black. „Das können der Einkauf verdächtiger Güter oder merkwürdige Reisepläne eines Individuums sein.“

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