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Größter Solarpark der Welt entsteht Solarstrom lockt auch Ölmultis

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Erst seit Jahresanfang lohnt sich der Bau solch großer Solar-Kraftwerke. Zu diesem Zeitpunkt wurden die bisherigen Größen-Beschränkungen des EEG aufgehoben. Auch dank der im EEG festgelegten kostendeckenden Vergütung zwischen 45,7 Cent je Kilowattstunde für Freiflächen-Anlagen und bis zu 62,7 Cent für Fassaden-Solarkraftwerke wächst der deutsche Markt für Solar-Kraftwerke rasant: Die Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft (UVS) erwartet jährliche Wachstumsraten von 25 %. Schon in den vergangenen vier Jahren habe sich der Photovoltaik-Markt verzehnfacht. Die in 2003 nach UVS- Schätzung in Deutschland installierten 120 Megawatt entsprächen etwa 80 % des europäischen Volumens.

Die wegen des Flächenverbrauchs bei Naturschützern umstrittenen Großanlagen versprechen jedoch nicht das größte Zukunftspotenzial. Trotz der Rekorde rechnet UVS-Vorstandschef Hans-Martin Rüter bei den Freiflächen-Anlagen insgesamt nur mit einem moderaten Wachstum: „Die Vergütungen reichen nur bei besonders günstigen Standorten aus.“ Bei Anlagen auf Hausdächern sei der Installationsaufwand geringer und die Wirtschaftlichkeit höher. Gebäudegebundene Anlagen mit 10 bis 500 kWp werden daher nach Rüters Einschätzung das größte Wachstum erzielen.

Italien, Frankreich, Spanien und Luxemburg haben inzwischen das erfolgreiche deutsche Modell der Einspeise-Vergütungen übernommen, so dass auch dort die Solarmärkte wachsen dürften. Portugal und Griechenland planen entsprechende Gesetze. Verfechter von Solarparks wie Gero Hollmann hoffen derweil auf technische Fortschritte bei den Herstellern von Solarzellen und Solarmodulen, um den Flächenverbrauch und die Materialkosten zu verringern. Gerade Großprojekte könnten dazu beitragen, durch Massenfertigung die Modulkosten zu senken. Derzeit verschlingen sie zwei Drittel der Investitionen in einem Solarpark. Aber auch der Wirkungsgrad müsse steigen, sagt Hollmann. Derzeit liege der bei den QS-Modulen bei 14 %.

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