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Hatschepsuts Flakon Tödliches Geheimnis einer Pharaonin

Dreieinhalb Jahrtausende hütete ein unscheinbarer Flakon der Pharaonin Hatschepsut sein tödliches Geheimnis - bis Bonner Forscher dem wahren Inhalt des Gefäßes auf die Spur kamen.
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Der Flakon der Pharaonin birgt ein tödliches Geheimnis. Quelle: Barbara FrommannBarbara Frommann/Uni Bonn

Der Flakon der Pharaonin birgt ein tödliches Geheimnis.

(Foto: Barbara FrommannBarbara Frommann/Uni Bonn)

BonnSie gilt als eine der bedeutendsten Herrscherinnen des alten Ägypten: Die rund 20 Jahre, in denen Pharaonin Hatschepsut im 15. Jahrhundert v. Chr. regierte, werden von Historikern als eine Glanzzeit der altägyptischen Geschichte angesehen. Jetzt haben Forscher der Universität Bonn der Herrscherin ein lang gehütetes Geheimnis entrissen – und damit ein wenig Licht in das Dunkel um den Tod der Pharaonin gebracht.

Ein unscheinbares Gefäß, das laut Inschrift der Pharaonin gehört haben muss, brachte Michael Höveler-Müller und Helmut Wiedenfeld auf die richtige Spur. Der Flakon, der zur Dauerausstellung des Ägyptischen Museums der Universität Bonn gehört, war in der Vergangenheit als Parfümfläschchen der Königin interpretiert worden. Als die Forscher das Gefäß per Computertomograph durchleuchteten, entdeckten sie im Inneren Reste des ursprünglichen Inhalts – wohl bewahrt durch einen Lehmverschluss, der bis dahin als „Dreck“ am Flaschenhals angesehen worden war. Mit einem endoskopischen Eingriff entnahmen die Wissenschaftler eine Probe des vermeintlichen Parfüms.

Die Analyse der Substanz förderte Überraschendes zutage: In dem Gemisch konnten die Forscher große Mengen Palmöl und Muskatnussöl nachweisen. „Ich habe gleich gedacht, dass sich keiner soviel Fett ins Gesicht schmiert“, sagt Wiedenfeld. „Dann sieht man doch aus wie eine Speckschwarte.“

Weitere Komponenten der Substanz brachten den Pharmaforscher auf die eigentliche Bestimmung des Gemischs: „Wir fanden viele ungesättigte Fettsäuren, die bei Hautkrankheiten Linderung verschaffen.“ Der Pharaonin könnte also ein Medikament zur Behandlung eines Hautleidens zusammengemixt worden sein. Tatsächlich ist bekannt, dass es in der Familie von Hatschepsut Fälle von Hauterkrankungen gab. Und bestimmte entzündliche Hautkrankheiten wie etwa Schuppenflechte sind zu einem erheblichen Teil erblich.

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