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Hochgeschwindigkeitsverkehr Durch die Röhre mit 172 Stundenkilometern: Virgin Hyperloop schließt erste bemannte Testfahrt ab

In der Transportkapsel soll die Reise von New York nach Washington bald nur noch 30 Minuten dauern. Virgin Hyperloop will bis zum Jahr 2030 den kommerziellen Betrieb aufnehmen.
09.11.2020 Update: 09.11.2020 - 18:37 Uhr Kommentieren
Das Unternehmen hatte zuvor rund 400 unbemannte Fahrten in der zehn Kilometer langen Teströhre in Las Vegas durchgeführt. Quelle: via REUTERS
Virgin Hyperloop in Las Vegas, Nevada

Das Unternehmen hatte zuvor rund 400 unbemannte Fahrten in der zehn Kilometer langen Teströhre in Las Vegas durchgeführt.

(Foto: via REUTERS)

Seattle Nur 6,3 Sekunden dauerte die erste Fahrt des Hyperloops mit Menschen an Bord. In Las Vegas rasten zwei Manager von Virgin Hyperloop durch eine Teströhre. „Diese Innovation wird das Leben der Menschen verändern, wo sie wohnen und wie sie arbeiten und reisen“, sagte Richard Branson, Gründer der Virgin Group.

An Bord der Super-Hochgeschwindigkeits-Kapsel erreichten Technologievorstand Josh Giegel und Sara Luchian, Leiterin Passagierkomfort bei Virgin Hyperloop, laut Unternehmensangaben eine Geschwindigkeit von 172 km/h.

Das Unternehmen hatte zuvor rund 400 unbemannte Fahrten in der zehn Kilometer langen Teströhre in Las Vegas, Nevada, durchgeführt. Ein Vakuum in der Röhre ermöglicht einer magnetisch angetriebenen Transportkapsel infolge des wegfallenden Luftwiderstandes sehr hohe Geschwindigkeiten und nahezu geräuschloses Reisen.

„Ich hatte das Vergnügen zu sehen, wie Geschichte direkt vor meinen Augen geschrieben wird“, sagte Sultan Ahmed Bin Sulayem, Vorsitzender von Virgin Hyperloop und Vorsitzender von DP World, der dem Test bewohnte.

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    Es gab viele Gratulanten, aber einer fehlte: Elon Musk. Der Pionierunternehmen brachte 2013 die Idee in die Welt: Aluminiumkapseln sitzen auf einem Luftkissen in einer Röhre. Ein niedriger Luftdruck verhindert Reibungsverluste, die Fahrt fühlt sich sanft an. An der Spitze der Kapsel sitzt ähnlich wie in einem Flugzeug eine Turbine mit einem Elektromotor. Die saugt die vor der Kabine anstauende Luft ab und presst sie unter die Kapsel. Den nötigen Strom sollen Solarzellen liefern.

    Musk schwärmt von einem „fünften Transportmittel“ nach dem Auto, Boot, Flugzeug und Zug, das sich ideal für Distanzen von 1500 Kilometer eignen würde. Der Virgin Hyperloop kann eine Geschwindigkeit von bis zu 1080 km/h erreichen, bewältigt damit die Strecke Brüssel nach Paris in 23 Minuten.

    Kommerzieller Betrieb bis 2030

    Die Testfahrt ist ein wichtiger Schritt für Virgin Hyperloop, der sich als Technologieführer von allen Anbietern sieht. „Ich bin unglaublich glücklich“, sagt Bruce Kemp, Chef für Sicherheitszertifizierung von Virgin Hyperloop.

    Jetzt baut die Firma für 500 Millionen Dollar in West-Virginia ein Forschungs- und Zertifizierungszentrum. Laut Kemp soll die Forschung an der Technologie 2024 oder 2025 abgeschlossen sein, fünf Jahre später könnten erste kommerzielle Züge fahren.

    Derzeit sind diverse Teststrecken in Planung, beispielsweise in Indien von Mumbai nach Chennai. Allerdings verzögert sich dort das Projekt aufgrund von Corona „deutlich“, wie Kemp sagt.

    Man reist in einer Kabine mit insgesamt 28 Passagieren, laut Kemp sitzt man ungefähr so wie Economy in einem Flugzeug. Raumausmaße sind neun mal drei Meter. Insgesamt können zehn Kabinen mit einem Hyperloop transportiert werden. Die Beschleunigung soll dabei kaum für bemerkbar sein: „So wie in einem Flugzeug bei einer Drehung vor der Landung“, sagt Kemp.

    Virgin Hyperloop strebt eine Zertifizierung bis 2025 und einen kommerziellen Betrieb bis 2030 an. Die Idee zu der Technologie stammt von Tesla-Gründer Elon Musk, bevor Branson die Entwicklung weiter vorantrieb.

    Mehr: Das Aus des Transrapids in Deutschland

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