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Höhere Auflösung erleichtert Diagnose Computertomographen erobern neue Anwendungen

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Die Hersteller von Computertomographen versuchen sich aber nicht nur durch Innovationen bei den Geräten, sondern auch durch die mitgelieferte Software für die Auswertung und Nachbearbeitung der Computerbilder von den Wettbewerbern abzuheben. „Ein CT liefert zwischen 1000 und 2000 Bilder pro Untersuchung“, sagt Michael Taube, Geschäftsbereichsleiter CT bei General Electric für Zentraleuropa. „Ohne eine entspechende Hilfe durch den Computer kann der Arzt diese Datenflut nicht bewältigen.“

Damit die Softwarelösung möglichst genau auf die Bedürfnisse der Praxis oder Klinik zugeschnitten ist, arbeiten die Programmentwickler eng mit den Anwendern zusammen. „Dabei geht es vor allem um eine bessere Bedienbarkeit, eine Reduzierung der Strahlenbelastung und das Erschließen neuer Anwendungen“, erläutert Taube.

Diese recht engen Kooperationen mit dem CT-Hersteller binden. „Mitentscheidend für die Auswahl des Tomographen war die gute Zusammenarbeit mit dem Hersteller schon im Vorfeld“, sagt Hans-Ulrich Kausczor, Leiter der Abteilung Radiologie am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg. Das DKFZ hat in dieser Woche einen neuen 16-Zeiler von Toshiba Medical Systems offiziell in Betrieb genommen. Der Tomograph soll die Krebsforscher bei der Entdeckung von Tumoren unterstützen. Zusammen mit den Entwicklern von Toshiba will der Röntgenexperte des DKFZ auch eine Software entwickeln, die künftig eine genauere Vorbereitung der Strahlentherapie bei bewegten Organen ermöglicht.

Mit der Entwicklung der 16-Zeilen-Computertomographen ist aber längst noch nicht das Ende Fahnenstange erreicht. Auf dem Radiologenkongress in Chicago haben die CT-Hersteller bereits die nächste Generation der Tomographen angekündigt. Danach wird sich ab 2004 das Angebot aufsplitten in einen 32-Zeiler von Toshiba, 40-Zeiler von Philips und 64-Zeiler, den GE und Siemens auf den Markt bringen werden.

„Die höhere Zeilenanzahl wird zu einer noch geringeren Schichtdicke und damit höheren Auflösung führen. Außerdem werden die neuen CT bei einer Umdrehung einen größeren Bereich eines Organs erfassen“, erläutert GE-Experte Taube den Trend. Ziel sei es, Patienten schneller und mit einer geringeren Strahlendosis zu scannen und gleichzeitig eine bessere Bildqualität zu erzielen. „Geräte der neuen CT-Generation, die nur wenig teurer sein werden als heutige Tomographen, werden bereits im nächsten Jahr in ersten Kliniken installiert werden“, sagt der GE-Mann.

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