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Hologramm-Politik in den USA Mit John F. Kennedy auf Wahlkampftour

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Auftritte mit eingebautem Gruselfaktor

Eindrucksvolle Aktion: Demonstration per Hologramm

Der Mann der Tat ist dabei Jeff Taylor: Der ehemalige republikanische Wahlkampfmanager unter George W. Bush leitet seit Mitte 2014 das Büro der Hologramm-Firma in Washington.

Seine Aufgabe ist es, Begeisterung zu verkaufen.  Der Unterhaltungsfaktor der Hologramme spielt eine zunehmende Rolle. Das geht dann weit über Simultanauftritte an verschiedenen Orten gleichzeitig hinaus.  So wie das aufgezeichnete Obama-Double in Beverly Hills seinen eigenen Auftritt hat, sind viele Arten von Inszenierungen möglich.

Ein virtueller John F. Kennedy feuert dann beispielsweise mit einer Eröffnungsrede einen demokratischen Kongress an, während drüben bei den Republikanern Parteilegende Ronald Reagan wiederaufersteht. „Technisch alles machbar“, so Philips. Auftritte mit eingebautem Gruselfaktor. Mit ein paar Meter Abstand kommen die Hologramm-Redner verblüffend echt und lebendig rüber.

Derzeit verdient „Hologram USA“ sein Geld mit Hollywood und der Musikindustrie. Wiederauferstandene Stars wie Liberace gehen auf Tour und singen alte Lieder. Aber es könnten dank digitaler Stimmenimitation auch neue sein, merkt Philips an. Also könnten man auch John F. Kennedy und Ronald Reagan neue Reden in den Mund legen.

Die Möglichkeiten sind unbegrenzt, und wie man mit Hologrammen Politik macht, hat nicht nur Indien bewiesen. Im September hat die Firma aus Kalifornien dem per Haftbefehl gesuchten Julian Assange die Einreise in die USA ermöglicht. Der virtuelle Doppelgänger des Wikileaks-Gründers stand in Nantucket Teilnehmern eines Kongresses Rede und Antwort. Und so echt er da auch aussah, wie er auf seinem Stuhl auf dem Podium hin und her rutschte: Handschellen konnte man ihm nicht anlegen.

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