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Hwang Woo Suk Klon-Fälscher will Mammuts auferstehen lassen

In Südkorea war der Klonforscher Hwang Woo Suk ein Volksheld und Medienstar – bis einige seiner Studien als Fälschung entlarvt wurden. Jetzt will der gefallene Held mit russischer Hilfe Mammuts klonen.
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Der Klonforscher Hwang Woo Suk mit dem von ihm geklonten Hund Snuppy. Während zwei von Hwangs Studien zu embryonalen Stammzellen als Fälschung entlarvt wurden, erwies sich Snuppy tatsächlich als Klon. Quelle: dpa

Der Klonforscher Hwang Woo Suk mit dem von ihm geklonten Hund Snuppy. Während zwei von Hwangs Studien zu embryonalen Stammzellen als Fälschung entlarvt wurden, erwies sich Snuppy tatsächlich als Klon.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Die Idee erinnert an Steven Spielbergs Dino-Klassiker „Jurassic Park“. Doch nicht etwa die vor 65 Millionen Jahren ausgestorbenen Riesenechsen, sondern einen eiszeitlichen Vorfahren unserer heutigen Elefanten will der südkoreanische Klonforscher Hwang Woo Suk auferstehen lassen. Der einst als Fälscher entlarvte Hwang unterzeichnete am Dienstag in Seoul ein Abkommen mit einem Vertreter der Nordöstlichen Föderalen Universität in der russischen Teilrepublik Jakutien.

Die Russen wollen Hwangs Team mit Gewebeproben aus im sibirischen Permafrost-Boden gefundenen Mammut-Überresten versorgen. In den Labors der von Hwang geleiteten Sooam Biotech Research Foundation in Seoul sollen Zellkerne mit Mammut-DNA dann in Eizellen eines indischen Elefanten eingesetzt werden.

Diese Eizellen werden schließlich einer Elefantenkuh eingepflanzt, damit sie den Embryo austrägt. Im Gegenzug für das Mammut-Gewebe will Sooam sein Technologie-Know-how mit der russischen Universität teilen.

Was in der Theorie vergleichsweise einfach klingt, dürfte Hwangs Team allerdings mit großen Herausforderungen konfrontieren. Zwar gilt das Erbgut des Mammuts seit 2008 als entziffert, doch der komplexe genetische Bauplan ist nur eine Hürde auf dem Weg zum Mammut-Klon. Probleme könnten etwa auftreten, wenn das Hwang gelieferte genetische Material durch die Jahrtausende im Boden verunreinigt ist.

Auch die Frage, inwieweit heutige Elefanten überhaupt als Mammut-Leihmütter taugen, ist ungeklärt. Bislang wurde noch niemals versucht, einen Embryo künstlich in eine Elefanten-Gebärmutter einzusetzen. Ein Mammut-Baby wäre zudem anders gebaut als ein Elefanten-Junges, was den Geburtsvorgang erschweren könnte.

Vom Volkshelden zur Unperson
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6 Kommentare zu "Hwang Woo Suk: Klon-Fälscher will Mammuts auferstehen lassen"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Ob das Geschmacklos ist muß sich erst noch herausstellen. Vielleicht ist Mammut ja lecker!

  • Ach in Rußland ist man schnell verbal bei der Hand wenn es um Wahnsinnsprojekte geht. Wie war das noch mit der Umleitung von Flüssen zur Rettung des Aral-Sees? Oder Abschuß aller Zugvögel zur Vereitelung der Verbreitung der Vogelgrippe?
    Der Abstand von Reden und Tun steht in Rußland in direkter Proportion zur Weite des Landes. Anhand der vorliegenden Frage wird sogar lediglich deutlich wie weit die russische Forschung derzeit vom Weltstandard entfernt ist.

  • Als Kompromiss der Standpunkte von "vacca" und "kqaywsx" schlage ich vor, die Griechen fürs Klonen von von Mammuts zu bezahlen. Im Klonen von Schulden kennen die sich ja schon aus.

    Andererseits besteht keine Gefahr, daß am Ende ethisch-moralisch fragwürdige Mammuts dabei erschaffen werden => egal was die Griechen anfassen, es kommen immer nur Schulden dabei raus..... ;-)

  • Besser Mamuts klonen als unfähige Griechen subentioniern

  • Zum Glüch hat keiner nach deiner Meinung gefragt!

    "Wozu soll denn das gut sein? Was soll das bringen?
    "
    Nur weil du keine Ahung hast wozu es gut ist diese Schritte zu gehen, heisst es nicht das sie nicht sinnvoll sind!

  • Also ich finde diese Klonerei absolut abartig, sprich pervers. Wozu soll denn das gut sein? Was soll das bringen?
    Meiner Meinung nach ist das total überflüssig, sinnlos und geschmacklos.

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