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Im Interview: Helge Ritter „Roboter wissen noch zu wenig von der Welt“

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Stichwort Hand: Sollten Roboter idealerweise so aussehen wie Menschen?

Grundsätzlich ist in unserer Alltagswelt natürlich alles auf den menschlichen Körper abgestimmt. Wenn ein Roboter also wie ein Mensch geformt ist, kann er die Gegenstände und Werkzeuge, die für Menschen optimiert sind, ebenfalls nutzen. Daraus ergeben sich Vorteile, die für eine menschenähnliche Körperform sprechen.

Ist ein Roboter, der aussieht wie ein Mensch, nicht eher erschreckend?

Es können durchaus unangenehme Gefühle entstehen, etwa wenn die menschliche Form als Täuschung oder als Bedrohung aufgefasst wird. Aus diesem Grund sind zum Beispiel die Asimo-Roboter, die wir im Forschungsinstitut einsetzen, deutlich kleiner als die meisten Menschen. So machen sie keinen bedrohlichen Eindruck und wirken im Gegenteil eher freundlich. Wenn Menschen und Roboter miteinander arbeiten, müssen sie sich zudem gegenseitig einschätzen können. Ein Roboter, der aussieht wie ein Krebs, wäre eher irritierend. Andererseits würde man aber natürlich einen Roboter, der in der Tiefsee eingesetzt wird, dieser Umgebung entsprechend anpassen. Die Form muss auf den Einsatzort zugeschnitten sein. Ich bin der Meinung, dass Roboter den Menschen so ähnlich sein sollten wie eine Karikatur. Also ähnlich, aber deutlich unterscheidbar.

Werden Roboter Menschen bald ersetzen können?

Viele Dinge, die uns leicht fallen, werden Roboter noch lange Zeit nicht leisten können, und was uns selbst Spaß macht, werden wir auch nicht an Roboter delegieren wollen. Darüber hinaus gibt es aber viele Einsatzfelder, in denen sie unsere Lebensqualität spürbar verbessern könnten. So kann ich mir gut vorstellen, dass künftige Roboter uns wie Hausbutler unterstützen, aber ein ähnlich teurer Luxus sein werden, wie es heute manche Autos sind.

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